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gelesen: 0,1 % – Das Imperium der Milliardäre – Krysmanski

Es gibt weltweit ca. 10 Mio. Menschen mit einem freien Vermögen von mehr als 1 Mio. Euro. 800.000 davon leben in Deutschland. 100.000 Menschen haben weltweit mehr als 100 Mio. und es gibt ca. 1.300 Milliardäre weltweit. Diese Spezies der Superreichen ist wissenschaftlich schlecht erforscht. Das hängt auch damit zusammen, dass Milliardäre in der Regel nicht besonders auskunftsfreudig sind.

Krysmanski versucht in diesem Buch das Phänomen der Superreichen zu analysieren. Wie sind sie an ihr Geld gekommen, was machen sie damit, warum wächst das Vermögen der Superreichen ungebremst trotz aller Krisen, während der Rest der Welt unter den Krisen leidet?

Auch er stößt an die Informationsbarrieren aber er kommt erstaunlich weit. Das Bild was er zeichnet, ist ziemlich ausdifferenziert. Er beschreibt die Gefahren, die von Milliardären für die Gesellschaft ausgehen, ohne sie dabei verallgemeinernd zu verrteufeln. Milliardäre sind keine homogene Klasse. Es gibt Kriminelle, Wohltäter, Linksintellektuelle, Dummköpfe und viele andere Charaktere unter ihnen.Viele von Ihnen sind sich ihrer sozialen Verantwortung durchaus bewusst. Allein in den USA kommen jährlich 300 Mrd. USD aus den Stiftungen der Superreichen für wohltätige Zwecke. Bleibt die Frage, ob es gut ist, dass derartige Geldströme ohne jegliche demokratische Kontrolle in den Sozialapparat fließen sollten.

Der Autor ist sich ziemlich sicher, dass wir gerade das Ende des Kapitalismus erleben, der in erster Linie an seiner Kapitalkumulation und damit letztlich an den Superreichen scheitern wird. Spannend ist, was danach kommen wird.

Bewertung: ****

 

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