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Gunter Dueck räumt mit allen Lehren der traditionellen Karriereleitfäden auf. Er behauptet, dieses Buch sei eine Ironie. In seiner eigenen Besprechung des Buches stellt er fest, dass das Manager-Magazin in der Buchbesprechung gar nicht gemerkt hat, dass dieses Buch nicht ernst gemeint ist und es allen Ernstes als einen Ratgeber bezeichnet.

Nun ja, dass mit der Ironie ist bei diesem Werk so eine Sache. Ich fürchte, dass die dort ausgesprochenen Empfehlungen für einen schnellen Aufstieg in vielen Unternehmen so ziemlich das Wirkungsvollste ist, was jemals zu diesem Thema geschrieben wurde.

Dueck beschreibt die unterschiedlichen Anforderungen für die Karrierestufen des Abteilungsleiter, des Mittel- und des Topmanagements. Keine der Stufen kommt dabei besonders gut weg. Im wesentlichen empfiehlt er die jeweils für die Karrierstufe passende Neurose so gut wie möglich zu schauspielern, bis man dann endlich am Ziel seiner Träume sich ganz der mansichen Selbstliebe hingeben darf.

Dabei fehlen natürlich nicht die Beschreibungen der Rituale der Wirtschaft, die jeder zur Genüge schon selber erlebt hat. Praktischerweise schreibt er gleich die passenden Musterreden für die unterschiedlichen Managertypen. Die ironische Überspitzung ist dabei minimal.

Dieses Buch ist deswegen so wertvoll, weil es die viele Verhaltensweisen ungeschminkt beschreibt, die zu aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise geführt haben. Es ist ein bisschen wie eine Immunisierungskur gegen eine Art von Karrierristen, die eigentlich immer allen schaden und nur Katastrophen verursachen.

Ich fürchte nur, als Leitfaden für eine Direktkarriere wird es immer weniger taugen. Jedenfalls möchte ich das in meinem Optimismus glauben.

Bewertung: *****

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