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	<title>Frank Roebers &#187; zeitlose Klassiker</title>
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	<description>mein digitales Leben</description>
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		<title>gelesen: Shakespeare, wie ich ihn sehe &#8211; Bill Bryson</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 09:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir hatte bereits &#8220;Eine kurze Geschichte von fast allem&#8221; von Bryson sehr gut gefallen. Bryson ist ein genialer Sachbuchautor, der auch sehr trockene Inhalte unterhaltsam und lehrreich beschreiben kann. Shakespeare hat mich im Laufe der Jahre immer mal wieder fasziniert. Es gibt einige sehr gute Verfilmungen seiner Stoffe, die ich teilweise mehrfach gesehen habe. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Mir hatte bereits &#8220;<a href="http://www.frank-roebers.de/2005/10/12/eine-kurze-geschichte-von-fast-allem-gebundene-ausgabe/">Eine kurze Geschichte von fast allem</a>&#8221; von Bryson sehr gut gefallen. Bryson ist ein genialer Sachbuchautor, der auch sehr trockene Inhalte unterhaltsam und lehrreich beschreiben kann. </p>
	<p>Shakespeare hat mich im Laufe der Jahre immer mal wieder fasziniert. Es gibt einige sehr gute Verfilmungen seiner Stoffe, die ich teilweise mehrfach gesehen habe. Vor allem die heftig umstrittene Verfilmung von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00004S5PP?ie=UTF8&#038;tag=frankroebers-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B00004S5PP">&#8220;Romeo und Julia&#8221; mit Leonardo di Caprio</a> hatte es mir angetan.</p>
	<p>Ich hatte immer mal wieder am Rande mitbekommen, dass es eine Diskussion darüber gibt, ob es William Shakespeare wirklich gegeben hat. Da trifft es sich gut, dass einer meiner Lieblingsautoren sich dieses Themas angenommen hat.</p>
	<p>Ich finde das Buch richtig gut. Man wird auf den aktuellen Stand der Shakespeare Forschung gebracht. Es ist erstaunlich, wie wenig man über diesen Schauspieler und Schriftsteller weiß, dessen Werke bis heute eine so herausragende Rolle spielen. Es gibt kein einziges sicheres Portrait von ihm, man kennt nicht seinen genauen Geburtstag. Ausgerechnet über seine kreativste Schaffensperiode weiß man weder, wo er war, was er ansonsten so getrieben hat. Trotzdem ist heute sicherer wissenschaftlicher Stand, dass es ihn gegeben hat und dass er sicher der Autor der ihm zugerechneten Werke ist.</p>
	<p>Bryson zeichnet nebenbei ein sehr plakatives Bild der Elisabethanischen englischen Epoche und des Londoner Lebens zu dieser Zeit.</p>
	<p>So kann auch humanistische Bildung Spaß machen.</p>
	<p>Bewertung: ****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#38;bc1=000000&#38;IS2=1&#38;bg1=FFFFFF&#38;fc1=000000&#38;lc1=0000FF&#38;t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;m=amazon&#38;f=ifr&#38;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#38;asins=344247275X" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Buchrezension: Limit &#8211; Frank Schätzing</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 08:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rezensionen, die ich mir über das aktuelle Buch von Frank Schätzing vor dem Kauf durchgelesen habe, fielen sehr gemischt aus. Einigen war das Buch zu langatmig. Vor allem die ausführlichen Beschreibungen der naturwissenschaftlichen Grundlagen seien zu lang ausgefallen. Gerade das hatte mich gereizt und so habe ich mich an die 1300 nicht allzu groß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die Rezensionen, die ich mir über das aktuelle Buch von Frank Schätzing vor dem Kauf durchgelesen habe, fielen sehr gemischt aus. Einigen war das Buch zu langatmig. Vor allem die ausführlichen Beschreibungen der naturwissenschaftlichen Grundlagen seien zu lang ausgefallen. Gerade das hatte mich gereizt und so habe ich mich an die 1300 nicht allzu groß bedruckten Seiten gemacht.</p>
	<p>Um es vorweg zu nehmen: Ich finde dieses Buch großartig. Es ist der beste Science Fiction Roman den ich bislang gelesen habe. Schätzing verbindet hier auf einmalige Weise eine relative komplexe Geschichte mit mehreren parallelen Handlungssträngen, einen sehr gelungenen Spannungsaufbau und eine Beschreibung der Zukunft, die nicht unrealistisch erscheint. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten und es komt gerade zum Schluss noch eine Wendung, die zumindest ich garnicht mehr erwartet hätte. Man legt dieses Buch nur sehr ungern zwischendurch wieder aus der Hand.</p>
	<p>Er mischt reale Personen, wie David Bowie mit fiktiven Fuguren, deren reale Vorbilder allerdings deutlich erkennbar sind. So ist z.B. Richard Branson deutlich als Vorbild in der Figur Julian Orley zu erkennen.</p>
	<p>So weit ich das beurteilen kann, ist das Buch hervorragend recherchiert. In den Danksagungen am Schluss bekommt man einen kleinen Eindruck, welche Quellen er genutzt hat hat, um möglichst viel Sachkunde in die Geschichte zu bekommen. Da kommen Astronauten, Physiker, Sinologen, Vorstände von Energieerzeugungsunternehmen, Informatiker, Kriminalisten u.v.m. vor.</p>
	<p>Schätzing geht das Risiko ein, eine relativ nahe Zukunft zu beschreiben. Das macht die Geschichte einerseits fassbarer, andererseits, dürften die meisten seiner Leser den beschriebenen Zeitraum  (2025) noch erleben und damit seine Visionen einer Überprüfung unterziehen können. Aber es ist ja keine Prognose, sondern eine wissenschaftliche Fiktion.</p>
	<p>Das Buch handelt von einem Großunternehmen (welches Orley gehört) , welches mithilfe von geostationären Raumstationen die Idee der Weltraumaufzüge realisiert hat und damit die wirtschaftliche Nutzung von Helium 3 Reserven auf dem Mond ermöglicht. Nebenbei hat das Unternehmen noch einen Fusionsreaktor für Helium 3 entwickelt und damit die Energieprobleme der Menscheit für die nächsten 400 Jahre gelöst. Das hat enorme Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und natürlich auf die Ölindustrie.</p>
	<p>Orley ist mit einer Gruppe von Milliardären und Meinungsmachern auf dem Weg zum Mond, um sie als Investoren zu gewinnen. Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, dass irgendeine Katastrophe aufzieht.</p>
	<p>Es gibt nur 2 Kleinigkeiten, die mich an dem Buch gestört haben. Schätzing kann hervorragend konfliktgeladene Dialoge schreiben. Solange aber noch alles in Ordnung ist, haben die Dialoge Rosamunde Pilcher Niveau und schmerzen ein wenig. Glücklicherweise ist nur die ersten 50 Seiten noch alles in Ordnung <img src='http://www.frank-roebers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
	<p>Und ich finde, etwas weniger Gewalt hätte der Geschichte eher genutzt als geschadet.</p>
	<p>Bewertung: *****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3462037048&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Buchrezension: Von Menschen und Ratten &#8211; Lauren Slater</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Lauren Slater beschreibt in diesem Buch die aus ihrer Sicht wichtigsten Experimente der Psychologie. Sie macht das auf eine ganz besondere Art. Sie beschreibt einerseits die Experimente wie in Filmdrehbüchern. Man hat den Eindruck selber dabei zu sein, als beispielsweise das berühmte Milgram Experiment läuft. Damals ging es darum herauszufinden, wie leicht Menschen dazu zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Lauren Slater beschreibt in diesem Buch die aus ihrer Sicht wichtigsten Experimente der Psychologie. Sie macht das auf eine ganz besondere Art. Sie beschreibt einerseits die Experimente wie in Filmdrehbüchern.</p>
	<p>Man hat den Eindruck selber dabei zu sein, als beispielsweise das berühmte Milgram Experiment läuft. Damals ging es darum herauszufinden, wie leicht Menschen dazu zu bringen sind, jemanden zu Tode zu quälen. Über 60 Prozent der Probanden haben damals einen vermeindlich schlechten Schüler bei falschen Antworten bis zu einer tödlichen Stromstärke bestraft. Sie wussten nicht, dass der Schüler ein Schauspieler war und dass sie in Wirklichkeit gar keine Stromschläge bekommen haben. Slater beschreibt das mit einer erzählerischen Dichte, dass man beim Lesen körperlich gestresst wird. Natürlich fragt man sich sofort, wie man selber reagiert hätte und hofft insgeheim, dass man zu der Minderheit zählt, die sich letztlich weigert.</p>
	<p>Neben der Dichte der Erzählung macht sie sich immer noch zusätzlich auf die Suche nach den Menschen, die sich diese Experimente ausgedacht haben und zeichnet ein detailliertes Charakterbild, bei dem nicht alle der Berühmtheiten gut weg kommen. Schließlich lässt sie dann noch die Gegner der Experimente und der daraus gewonnenen Erkenntnisse zu Wort kommen und bringt die vermeintliche Gewissheit dann wieder ins Wanken. Letztlich überlässt sie dem Leser die Entscheidung, was man aus dem Gelesenen für Schlüsse zieht.</p>
	<p>Es werden Experimente zur Autoritätshörigkeit, Sucht, Hilfsverhalten, Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen, Liebe und Psychochirurgie beschrieben.</p>
	<p>Diese Buch ist meiner Meiunung nach völlig zu Recht 2005 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt worden und hat zahlreiche weitere Preise gewonnen. Slater gehört in die Liga der besten lebenden populärwissenschaftlichen Schriftsteller der Welt, die viel dazu beitragen, dass wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in die Bevölkerung finden.</p>
	<p>Bewertung: *****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3407221878&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Buchrezension Freie Kultur &#8211; Lawrence Lessig</title>
		<link>http://www.frank-roebers.de/2009/07/30/buchrezension-freie-kultur-lawrence-lessig/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 07:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen Enterprise 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dürfte wohl keinen Punkt des Partei- und auch des Wahlprogramms der PIRATEN geben, der so schwer zu vermitteln ist, wie die Frage nach der Neuregelung des Urhebenrrechts. Die PIRATEN stehen im Ruf, Kulturschaffende und Softwareentwickler wirtschaftlich ruinieren zu wollen, weil sie u.a. die völlige Beseitigung des digitalen Rechtemanangements (DRM) und die legale freie private [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es dürfte wohl keinen Punkt des Partei- und auch des Wahlprogramms der PIRATEN geben, der so schwer zu vermitteln ist, wie die Frage nach der Neuregelung des Urhebenrrechts. Die PIRATEN stehen im Ruf, Kulturschaffende und Softwareentwickler wirtschaftlich ruinieren zu wollen, weil sie u.a. die völlige Beseitigung des digitalen Rechtemanangements (DRM) und die legale freie private Kopie im Internet fordern. Letztlich kommt auch der Name der Partei aus diesem wesentlichen Kern des Forderungskatalogs.</p>
	<p>Das häufigste Missverständnis besteht darin, dass viele glauben, Urheber sollen mit ihrer Arbeit kein Geld mehr verdienen dürfen, da ja alles frei kopierbar sein soll.</p>
	<p>Das Urheberrecht ist kein triviales Thema. Die Dokumente der PIRATEN zu den Hintergründen sind eher ungeeignet, den interessierten juristischen Laien in die Lage zu versetzen die Ideen der PIRATEN fundiert begründet zu verbreiten. Das Programm der PIRATEN basiert in diesem Punkt auf den Arbeiten des Stanford-Rechstsprofessors Lawrrence Lessig. Lessig ist einer der prominentesten Kritiker des aktuell geltenden Urheberrechts. Er ist u.a. Mitbegründer von <a href="http://de.creativecommons.org/">Creative Commons</a>. Sein populärstes Buch ist &#8220;Freie Kultur&#8221;.</p>
	<p>Er vertritt dort u.a. die Meinung, dass die Verwertungsgesellschaften in den letzten Jahren durch massive Lobbyarbeit einen unzumutbaren Rechtszustand herbeigeführt haben, welcher dazu führen wird, dass Kreativität und Kultur nachhaltig verhindert wird, was letztlich wieder der Gesellschaft einen großen Schaden zufügt.</p>
	<p>Er ist nicht der Meinung, dass Urheber nicht mehr vergütet werden sollen. Er stellt allerdings fest, dass das Internet eine Wirklichkeit geschaffen hat, mit der das geltende Recht nicht mehr fertig wird. Als Reaktion werden durch die Gesetzesnovellen Millionen eigentlich rechtschaffender Bürger kriminalisiert. Lessig vergleicht das mit den Problemen des Grundstückrechtes bei Aufkommen des Flugverkehrs. Als es noch keine Flugzeuge gegeben hat, reichte das Grundstücksrecht unbegrenzt in den Himmel hinein. Dies wurde mit Aufkommen des Flugverkehrs zu einem Problem. Jeder Flug hätte mit jedem Grundstückseigentümer einzeln bezüglich der Überflugsrechte verhandelt werden müssen. Das hätte zum sicheren Ende der Fliegerei geführt. Ähnlich ist es tatsächlich mit der heutigen digitalen Technologie. Das absolute geistige Eigentum kollidiert massiv mit den technischen Möglichkeiten des digitalen Raumes.</p>
	<p>Diese Möglichkeiten wurden bei Schaffung des Urheberrechtes nicht vorhergesehen. Die Gesetzgeber gehen nun auf Druck der Lobbiisten den Weg der Verschärfung des Urheberrechtes zu Lasten der Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten. Dies ist das Gleiche, als wenn man damals die Rechte der Grundstückseigentümer zu Lasten Flugzeuge durchgesetzt hätte. Ein ernstzunehmender Ausgleich der Interessen der Nutzer und der Urheber findet zurzeit jedenfalls nicht statt.</p>
	<p>Lessig schlägt vor, nicht einen Weg des entweder oder zu gehen, sondern wenigstens den Versuch eines fairen Ausgleichs der Interessen zu unternehmen, weil die Gesellschaft als Ganzes dadurch massiv profitieren würde.</p>
	<p>Seine konkreten Vorschläge:<br />
<ul><br />
<li>Urheberrecht soll nicht mehr automatisch entstehen, sondern einen formalen Akt der Anmeldung erfordern. Dies schützt dann nur noch diejenigen, die den Schutz auch in Anspruch nehmen wollen und stellt nicht automatisch alles, was jemals produziert wurde unter Schutz. Es macht vor allem die Klärung der Recht für Nachbearbeitungen einfacher.</li><br />
<li>Urheberrecht soll nicht mehr einfach so für sehr lange Zeiten (zB 90 Jahre) gelten, sondern alle 5 Jahre mit einem sehr einfachen Antrag (verbunden mit einer symbolischen Gebühr) verlängerbar sein. Dadurch wird jeder Urheber dazu gebracht, regelmäßig darüber nachzudenken, ob er sein Werk nicht doch lieber gemeinfrei stellen möchte.</li><br />
<li>Kennzeichnungspflicht: Es soll klar erkennbar sein, was geschützt ist und was man einfach so verwenden kann. Was nicht gekennzeichnet ist, ist nicht geschützt.</li><br />
<li>Freie Nutzung: sicherlich die umstrittenste Forderung. Hier liegt aber auch das populärste Missverständnis zu diesem Thema. Hier ist nicht frei im Sinne von gratis gemeint. Lessig fordert ausdrücklich eine Vergütung für den Urheber. Allerdings sollte diese Pauschal und sehr einfach geregelt sein. Der Urheber soll nicht mehr bestimmen können, was nun genau mit seinem Werk geschieht. Er darf die Nutzung nicht mehr so ausführlich beschränken, wie das heute mit dem DRM geschieht. Wer sich die Lizenzbestimmungen von Napster oder iTunes ansieht, versteht was Lessig meint. Ein Napster Kunde zahlt, 9,99 Euro pro Monat für einen volumenmäßig unbegrenzten Download. Er muss aber bei der Nutzung hoch komplizierte Beschränkungen beachten, um sich nicht rechtswidrig zu verhalten. Er darf zB die Musik eigentlich nicht auf einem iPod abspielen. Hier verlangt Lessig klare Regeln. Wer nutzt, der soll zahlen, ist dann aber nicht mehr beschränkt in der Nutzung. Das ist was anderes als ein rechtsfreier Raum! Außerdem wären dann endlich auch Werke, wie &#8220;Lord of the Weeds&#8221; (zu sehen u.a. auf youtube) nicht mehr durch Filmgesellschaften verhinderbar. Das wäre durchaus ein Gewinn.</li><br />
</ul><br />
Ich halte die Vorschläge Lessig für wegweisend. Die aktuelle Rechtslage auch in Deutschland ist zu einseitig auf die Interessen der Verwertungsgesellschaften gerichtet. Die PIRATEN haben sich die Forderungen Lessigs zu eigen gemacht. Sie werden dafür immer wieder auf übelste und polemische Art in die Ecke gestellt und es wird ihnen vorgeworfen, den Ruin der Urheber im Sinn zu haben. Das Gegenteil ist richtig. Die Umsetzung der Forderungen der Piraten würden den Urhebern ziemlich sicher mehr Geld einbringen als der heutige Zustand der Kriminalisierung von Millionen von Menschen. Die immer noch eher schwache Nutzung der Möglichkeiten des legalen kostenpflichtigen Downloads hängen auch mit dem DRM-Wahnsinn zusammen.</p>
	<p>Dieses Buch gehört jedenfalls in den Bücherschrank jedes PIRATENS (nachdem er es natürlich gelesen hat).</p>
	<p>Bewertung: *****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3937514155&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Direktkarriere &#8211; Gunter Dueck</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 17:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Gunter Dueck räumt mit allen Lehren der traditionellen Karriereleitfäden auf. Er behauptet, dieses Buch sei eine Ironie. In seiner eigenen Besprechung des Buches stellt er fest, dass das Manager-Magazin in der Buchbesprechung gar nicht gemerkt hat, dass dieses Buch nicht ernst gemeint ist und es allen Ernstes als einen Ratgeber bezeichnet. Nun ja, dass mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Gunter Dueck räumt mit allen Lehren der traditionellen Karriereleitfäden auf. Er behauptet, dieses Buch sei eine Ironie. In seiner <a href="http://www.omnisophie.com/lit_direkt_karriere.html">eigenen Besprechung des Buches</a> stellt er fest, dass das Manager-Magazin in der Buchbesprechung gar nicht gemerkt hat, dass dieses Buch nicht ernst gemeint ist und es allen Ernstes als einen Ratgeber bezeichnet.</p>
	<p>Nun ja, dass mit der Ironie ist bei diesem Werk so eine Sache. Ich fürchte, dass die dort ausgesprochenen Empfehlungen für einen schnellen Aufstieg in vielen Unternehmen so ziemlich das Wirkungsvollste ist, was jemals zu diesem Thema geschrieben wurde.</p>
	<p>Dueck beschreibt die unterschiedlichen Anforderungen für die Karrierestufen des Abteilungsleiter, des Mittel- und des Topmanagements. Keine der Stufen kommt dabei besonders gut weg. Im wesentlichen empfiehlt er die jeweils für die Karrierstufe passende Neurose so gut wie möglich zu schauspielern, bis man dann endlich am Ziel seiner Träume sich ganz der mansichen Selbstliebe hingeben darf.</p>
	<p>Dabei fehlen natürlich nicht die Beschreibungen der Rituale der Wirtschaft, die jeder zur Genüge schon selber erlebt hat. Praktischerweise schreibt er gleich die passenden Musterreden für die unterschiedlichen Managertypen. Die ironische Überspitzung ist dabei minimal.</p>
	<p>Dieses Buch ist deswegen so wertvoll, weil es die viele Verhaltensweisen ungeschminkt beschreibt, die zu aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise geführt haben. Es ist ein bisschen wie eine Immunisierungskur gegen eine Art von Karrierristen, die eigentlich immer allen schaden und nur Katastrophen verursachen.</p>
	<p>Ich fürchte nur, als Leitfaden für eine Direktkarriere wird es immer weniger taugen. Jedenfalls möchte ich das in meinem Optimismus glauben.</p>
	<p>Bewertung: *****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3821859768&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Die Vermessung des Glaubens &#8211; Ulrich Schnabel</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 14:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gegensatz zu Dawkins Buch &#8220;Gotteswahn&#8221; wird hier eine Brücke zwischen Atheisten und religiösen Menschen geschlagen. Schnabel befasst sich an vielen Stellen dieses Buches mit den Argumenten von Dawkins und ich muss zugeben, dass er es geschafft hat, hier deutlich meine Meinung weg von Dawkins zu bewegen. Im Lichte von Schnabels Buch erscheint Dawkins ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Im Gegensatz zu Dawkins Buch &#8220;<a href="http://www.lese-raum.de/?p=130">Gotteswahn</a>&#8221; wird hier eine Brücke zwischen Atheisten und religiösen Menschen geschlagen. Schnabel befasst sich an vielen Stellen dieses Buches mit den Argumenten von Dawkins und ich muss zugeben, dass er es geschafft hat, hier deutlich meine Meinung weg von Dawkins zu bewegen. Im Lichte von Schnabels Buch erscheint Dawkins ein mindest so voreingenommener Eiferer zu sein, wie es einige religiöse Fundamentalisten auch sind.</p>
	<p>Schnabel befasst sich nicht mit der Frage, ob es einen Gott gibt und welche Religion die richtige ist, oder aber ob Atheisten mit ihrer Leugnung richtig liegen. Man erfährt hingegen sehr viel darüber, in welchen Facetten Religion und Glauben das Leben der Menschen beeinflussen. Schnabel schlägt einen weiten Bogen von der Hirnforschung, über die Evolutionsbiologie, der Theologie zur Philosophie. Er schildert die Schattenseiten der Religionen genauso wie die positiven Effekte. Insgesamt bleibt er dabei ziemlich ausgewogen. Bemerkenswert finde ich die Kombination aus fachlicher Tiefe mit leichter Lesbarkeit.</p>
	<p>Er schafft es immer wieder, dass man das Buch für eine Weile zum Nachdenken weglegt und seine eigenen Positionen zu diesem Thema intensiv hinterfragt. Es dürfte eines der wenigen Bücher zu diesem Thema sein, welches nicht nach wenigen Seiten von Anhängern der beiden oft sehr unversöhnlich gegenüberstehenden Lager wutentbrannt in die Ecke geworfen wird. Und das allein ist eine beachtliche Leistung.</p>
	<p>lese-raum Bewertung: <img class="alignnone size-full wp-image-10" title="stars-5-0.gif" src="http://www.frank-roebers.de/wp-content/uploads/2006/08/stars-5-0.gif" alt="stars-5-0.gif" width="64" height="12" /></p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3896673645&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>

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		<title>Management, die Kernkompetenzen &#8211; Bleis, Helpup</title>
		<link>http://www.frank-roebers.de/2009/04/19/management-die-kernkompetenzen-bleis-helpup/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 16:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein Buch sucht, in dem in sehr komprimierter Form das aktuelle Wissen zum Thema Management behandelt wird, wird hier erstklassig bedient. Es verfolgt in mehrfacher Hinsicht einen anderen Ansatz als die meisten anderen Bücher zu diesem Thema. Es wurde thematisch anhand der heute für Manager erforderlichen Kernkometenzen aufgebaut. Das sind erfreulicherweise erstmal nur 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wer ein Buch sucht, in dem in sehr komprimierter Form das aktuelle Wissen zum Thema Management behandelt wird, wird hier erstklassig bedient. Es verfolgt in mehrfacher Hinsicht einen anderen Ansatz als die meisten anderen Bücher zu diesem Thema. Es wurde thematisch anhand der heute für Manager erforderlichen Kernkometenzen aufgebaut. Das sind erfreulicherweise erstmal nur 4 (Ausrichtungs,- Gestaltungs-, Interaktions- und Systemkompetenz).<br />
Der Leser bekommt in dieser Gliederung eine gute komprimierte Zusammenfassung des aktuellen Standes der Wirtschaftswissenschaft. Die Instumente, die innerhalb der Kernkompetenzen beschrieben werden, sind nur kurz angerissen und dienen deswegen als gute Orientierung für weitere Vertiefung. Wenn es auch nur 4 Kernkomtenzen sind, befinden sich innerhalb dieser Aufteilung locker über 100 verschiedene Werkzeuge.<br />
Meiner Meinung nach gehört dieses Buch in den Bücherschrank jeder Führungskraft, die sich immer mal wieder mit den theoretischen Grundlagen ihrer Arbeit befassen möchte. Wenn man z.B. mal wieder sich mit der Frage zur optimalen Struktur eines Unternehmens (funktionale oder divisionale Gliederung, zentrale oder dezentrale Struktur) befassen muss, gibts hier eine sehr gelungene systematische Hilfestellung. Das gilt für alle in der täglichen Arbeit auftauchenden Aufgaben von Führungskräften. Deswegen ist es auch ziemlich gut für die Ausbildung von Führungsnachwuchs geeignet. Wir werden dieses Buch in unserem Unternehmen für diesen Zweck einsetzen.</p>
	<p>Die Autorin Prof. Dr. Antje Helpup war langjährige Aufsichtsrätin der SYNAXON AG.</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3486587013&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
	<p>lese-raum Bewertung Frank Roebers: <img src="http://www.frank-roebers.de/wp-content/uploads/2006/08/stars-5-0.gif" alt="stars-5-0.gif" title="stars-5-0.gif" width="64" height="12" class="alignnone size-full wp-image-10" /></p>

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		<title>Das Spiel des Engels &#8211; Zafón</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 08:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich immer noch Neuling im Genre der Belletristik und orientiere mich bei meinen Käufen häufig einfach an den Bestsellerlisten, was ich bei Sachbüchern nur noch sehr selten mache. Dieses Buch ist seit Wochen in den Top Ten und ich bin ein paar mal dran vorbeimarschiert, bevor ich mir es dann mal genauer angesehen habe. Zafòn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich immer noch Neuling im Genre der Belletristik und orientiere mich bei meinen Käufen häufig einfach an den Bestsellerlisten, was ich bei Sachbüchern nur noch sehr selten mache. Dieses Buch ist seit Wochen in den Top Ten und ich bin ein paar mal dran vorbeimarschiert, bevor ich mir es dann mal genauer angesehen habe.</p>
	<p>Zafòn ist bereits ein großer Star unter den Schrifststellern und dies ist er meiner Meinung nach völlig zu Recht. Mit &#8220;Spiel des Engels&#8221; ist ihm ein ganz großer Wurf gelungen. Sprachlich spielt er in der ersten Liga und die Geschichte ist dicht und unglaublich komplex konstruiert.</p>
	<p>Es geht um einen Schundromanschriftsteller in Barcelona, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einen sehr ungewöhnlichen Auftrag von einem mysteriösen Verleger bekommt: Er soll eine Art Bibel für eine neu zu erschaffende Religion schreiben.</p>
	<p>Mich erinnert die Schreibe sehr an Edgar Allan Poe. Es ist unheimlich und düster und auf eine sehr zurückhaltende und feinsinnige Art werden übernatürliche Geschehnisse eingewoben, von denen man nicht weiß, ob man sie nicht dem kranken Geist der Hauptfigur zuschreiben soll.</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3100954009&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
	<p>lese-raum Bewertung Frank Roebers: <img src="http://www.frank-roebers.de/wp-content/uploads/2006/08/stars-5-0.gif" alt="stars-5-0.gif" title="stars-5-0.gif" width="64" height="12" class="alignnone size-full wp-image-10" /></p>

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		<title>Die Macht der Meme, Blackmore</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 07:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Dawkins]]></category>
		<category><![CDATA[Drawin]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Meme]]></category>
		<category><![CDATA[Memetik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit mehr als 300 Jahren arbeitet die Wissenschaft hart daran, die Menschheit von seinem selbstgebauten Sockel zu stoßen. Alst erstes musste verkraftet werden, dass die Erde nicht im Zentrum des Universums steht, kurz danach war es nicht einmal mehr die Sonne. Dann kam Darwin und machte klar, dass der Mensch auch nur ein Ergebnis der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Seit mehr als 300 Jahren arbeitet die Wissenschaft hart daran, die Menschheit von seinem selbstgebauten Sockel zu stoßen. Alst erstes musste verkraftet werden, dass die Erde nicht im Zentrum des Universums steht, kurz danach war es nicht einmal mehr die Sonne. Dann kam Darwin und machte klar, dass der Mensch auch nur ein Ergebnis der Evolution ist (wenn auch ein ziemlich erfolgreiches). Dawkins machte uns zu bloßen Vehikeln egoistischer Gene, ließ uns aber wenigstens noch den Glauben, dass unser Leben eine zumindest teilweise vom freien menschlichen Willen selbstbestimmte Angelegenheit ist.  Schon Dawkins Vorstellung davon, wie stark uns unsere Gene an die Leine genommen haben und dass wir letztlich nur das Ergebnis eines ziemlich stumpfen Algorithmus ohne Sinn und Ziel sein sollen, ist schwer zu verkraften. Er hatte in seinem Buch &#8220;Das egoistische Gen&#8221; allerdings schon den nächsten Schlag in das Kontor der menschlichen Eitelkeit vorbereitet: Die Meme.</p>
	<p>Den Elfmeter, den er nachfolgenden Wissenschaftlern hingelegte, verwandelt nun Susan Blackmore in dem Buch &#8220;Die Macht der Meme&#8221; und beendet damit erst einmal vorläufig die jahrhundertelange Demontage unseres Selbstbildes.<br />
Das Prinzip der biologischen Evolution ist verallgemeinerungsfähig. Es besteht im Wesentlichen aus 3 Elementen: Replikation, Variation, Selektion. Gene sind erstaunlich leistungsfähige aber nicht die einzig denkbaren Replikatoren. Wenn ein Replikator erst einmal in der Welt ist und die Merkmale einer gewissen Langlebigkeit mit hoher Wiedergabetreue beim Kopiervorgang vereint, beginnt die Evolution.<br />
Das menschliche Hirn ist hat ein besonderes Talent, nämlich das zur Imitation, kombiniert mit einem relativ guten Gedächtnis. Damit kann es der Wirt für einen weiteren Replikator sein: dem Mem.</p>
	<p>Meme sind ersteinmal Informationseinheiten. Allerdings teilen sie ein paar Eigenschaften mit den Genen. Sie replizieren. Durch unser Gedächtnis haben wir ihnen die Umgebung für das zweite Evolutionserfordernis, die Langlebigkeit, durch unsere Imitatationsfähikgkeit geben wir ihnen das dritte erforderliche Element, die Widergabetreue. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben wir die Wiedergabetreue und Langlebigkeit durch Schrift und heute durch die Digitalisierung erheblich erhöht. Es kam zu einer erheblichen Wechselwirkung der beiden Replikatoren Gene und Meme. Meme haben auch die genetische Evolution beim Menschen mit beeinflusst. Blackmore nennt das eine Koevolution der beiden Replikatoren.</p>
	<p>Sie erklärt damit ein paar menschliche Eigenschaften deutlich schlüssiger und widerspruchsfreier als frühere Erklärungsansätze. Z.B. warum wir nicht aufhören können zu denken, warum wir so viel reden, warum so viele Menschen religiös sind. Meme nutzen uns als Wirt um ihren Kampf untereinander durch uns zu führen.</p>
	<p>Die wirklich beunruhigende Schlussfolgerung von ihr daraus: Der freie Wille ist eine Illusion.</p>
	<p>Diese Behauptung ist nicht wirklich neu und sensationell. Das Neue ist die Herleitung. Und diese wirkt auf den ersten Blick so schlüssig und leider auch zwingend, dass einem als Leser erst mal nichts einfällt, warum es auch anders sein könnte.</p>
	<p>In meinem Innern bin ich überzeugt, dass zwar ihr Modell der Koevolution richtig ist, aber ihre Schlussforgerung in Bezug auf die fehlende Möglichkeit der Willensfreiheit falsch. Wir sind in unserem Verhalten sehr stark durch Gene, Meme und Reize aus der Umwelt determiniert. Aber es bleibt meiner Meinung nach immer noch ein kleiner aber entscheidender Raum für einen freien Willen. Ich hoffe, es findet sich bald jemand, der das wissenschaftlich belegen kann.</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3827416019&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
	<p>lese-raum Bewertung Frank Roebers: <img src="http://www.frank-roebers.de/wp-content/uploads/2006/08/stars-5-0.gif" alt="stars-5-0.gif" title="stars-5-0.gif" width="64" height="12" class="alignnone size-full wp-image-10" /></p>

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		<title>Der Turm &#8211; Tellkamp</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 19:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[zeitlose Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein sehr sperriges Buch, bei dem ich mir den Zugang hart erarbeiten musste. Aber wenn sich ein Autor die Mühe macht, 1.000 Seiten vollzuschreiben und damit einen Bestseller landet, gebe ich erst ab Seite 100 auf. Das ich nicht zu früh aufgegeben habe, hat sich später richtig gelohnt. Es geht um die letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Dies ist ein sehr sperriges Buch, bei dem ich mir den Zugang hart erarbeiten musste. Aber wenn sich ein Autor die Mühe macht, 1.000 Seiten vollzuschreiben und damit einen Bestseller landet, gebe ich erst ab Seite 100 auf. Das ich nicht zu früh aufgegeben habe, hat sich später richtig gelohnt.<br />
Es geht um die letzten 7 Jahre der DDR aus der Sicht der Bewohner eines alten Villenviertels in Dresden. Das Buch hat buddenbroksches Format (steht so auf dem Klappentext). Man braucht eine Weile (ca. 100 Seiten eben), bis man durch die komplexe Personenstruktur durchblickt und sich an die wirklich ungewohnte Sprachvielfalt gewöhnt hat. Tellkamp könnte hier auch sprachlich einen großen Wurf mit Potenzial auf einen zeitlosen Klassiker gemacht haben.<br />
Ich war 1987 selber für ein paar Wochen in der DDR und sogar in der Nähe des Handlungortes. Soweit ich das als Wessi nachvollziehen kann, hat er die Stimmung in dem Land in dieser Zeit sehr gut getroffen. Ich hatte trotzdem bis zu diesem Buch nicht den Eindruck, verstanden zu haben, wie es eigentlich zu der friedlichen Revolution 1989 gekommen ist, hier wird es im Verlaufe des Buches sehr klar.<br />
Aus der Sicht der Familie Hoffman, bestehend u.a. aus einem Handchirurgen, einem Schüler und Wehrpflichtigen, einem Lektor und Zensor wird erzählt, wie kaputt, verrottet, verlogen und aussichtslos umweltzerstörend die DDR zum Schluss war und mit welchen für Wessies unvorstellbaren Mängeln die Menschen leben mussten.<br />
Man wird Zeuge, wie der Staat nicht nur nicht mehr in der Lage ist, die grundlegensten Bedürfnisse nach Gesundheitswesen, sauberen, intakten Wohnraum, Strom, Heizung und zum Schluss sogar Lebensmittel zu befriedigen, sondern wie er auch systematisch die für uns selbstverständliche Privatheit durch Wohnungsbelegungen und Schikanen bis in den Urlaub hinein zerstört.<br />
Dabei werden weder die Funktionäre undifferenziert als korrupte Unmenschen beschrieben, noch die normalen Büger als willenlose Deppen. Vielschichtig und differenziert wird beschrieben, wie sich dieses System durchaus immer wieder nachvollziehbar legitimiert hat und letztlich doch an schweren Fehlern zugrundeging.<br />
Spätestens nach der Hälfte des Buches ist man vollständig gefangen in der Handlung.<br />
Es gab wenige Bücher, die mich in den letzten Jahren mehr berührt haben. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung für die Zeit nach der Wende.</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3518420208&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
	<p>lese-raum Bewertung Frank Roebers <img src="http://www.frank-roebers.de/wp-content/uploads/2006/08/stars-5-0.gif" alt="stars-5-0.gif" title="stars-5-0.gif" width="64" height="12" class="alignnone size-full wp-image-10" /></p>

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