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	<title>Frank Roebers &#187; Allgemein</title>
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	<description>mein digitales Leben</description>
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		<title>gelesen: Der dunkle Wächter &#8211; Carlos Ruiz Zafón</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 08:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
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		<description><![CDATA[Da bin ich mal reingefallen. Ich dachte, es handelt sich bei diesem Buch um das neueste Werk von Zafón, dessen Bücher Spiel des Engels und Schatten des Windes ich richtig gut fand. Sollte es einen Hinweis auf dem Buch gegeben haben, dass es sich um eine Zweitvermarktung eines Frühwerkes des Autors handelt, welches sich eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Da bin ich mal reingefallen. Ich dachte, es handelt sich bei diesem Buch um das neueste Werk von Zafón, dessen Bücher<a href="http://www.frank-roebers.de/2009/03/16/das-spiel-des-engels-zafon/"> Spiel des Engels</a> und Schatten des Windes ich richtig gut fand. Sollte es einen Hinweis auf dem Buch gegeben haben, dass es sich um eine Zweitvermarktung eines Frühwerkes des Autors handelt, welches sich eher in der Kategorie naives Jugendbuch einsortieren lässt, habe ich ihn jedenfalls übersehen.</p>
	<p>Dieses Buch kommt nicht mal ansatzweise an seine späteren Werke heran. Auch das gerade erschienene Buch von Zafón &#8220;Fürst des Nebels&#8221; ist ein Frühwerk und kein aktueller Titel von ihm. Ich warte dann jetzt mal lieber auf einen echten neuen Zafón.</p>

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		<title>gelesen: Schrecklich amüsant- aber in Zukunft ohne mich; David Foster Wallace</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 08:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin durch Felix Schwenzel in wirres.net auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte letztes Jahr  &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; von David Foster Wallace angefangen und musste nach 1.300 von 1.800 Seiten kapitulieren. So viel genialen Wahnsinn habe ich dann letztlich doch nicht ertragen. Ich kenne viele, die das Buch ebenfalls angefangen haben, ich habe aber noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich bin durch <a href="http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/">Felix Schwenzel in wirres.net</a> auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte letztes Jahr  &#8220;Unendlicher Spaß&#8221; von David Foster Wallace angefangen und musste nach 1.300 von 1.800 Seiten kapitulieren. So viel genialen Wahnsinn habe ich dann letztlich doch nicht ertragen. Ich kenne viele, die das Buch ebenfalls angefangen haben, ich habe aber noch niemanden getroffen, der es bis zum Ende geschafft hat. Vielleicht kann sich ja hier mal jemand melden, der hart genug gegen sich selber war und hier beschreiben, wie der Schluss des Buches so war und was es aus ihm gemacht hat.</p>
	<p>Felix Schwenzels Beschreibung klang sehr danach, dass dieses Buch hier deutlich lesbarer sein soll und so bin ich wieder mal der Versuchung für diesen Autor erlegen.</p>
	<p>Es handelt sich um eines der Frühwerke von Foster Wallace, wo sein Wahnsinn noch nicht so weit fortgeschritten war, der ihn letztlich in den Selbstmord trieb. Die Handlung ist sehr einfach. Foster-Wallace macht als Reisejournalist eine Fahrt auf einem Kreuzschiff in der Karibik und schreibt darüber.</p>
	<p>Mein Vorstandskollege <a href="http://andreaswenninger.blogspot.com/">Andreas Wenniger</a> hat direkt nach der Schule eine Zeit lang auf so einem Schiff gearbeitet, so dass mich aufgrund seiner Erzählungen nicht mehr vieles überraschen konnte, was in dem Buch beschrieben wird.</p>
	<p>Foster Wallace hat eine schon fast übersteigerte Wahrnehmungsfähigkeit für menschliche Eigenarten und Schwächen, die er gekonnt niederschreibt. Er macht die Absurdität dieser Tourismusart sehr greifbar und schildert die unmöglichen Arbeitsbedingungen des Personals auf Kreuzfahrten. Dies geschieht allerdings auf eine eher subtile Art.</p>
	<p>Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht und ich habe mir mal gleich zwei weitere Bücher von Foster Wallace besorgt.</p>
	<p>Bewertung ****</p>

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		<title>gelesen: Feindesland &#8211; Oliver Uschmann</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen für Kohle]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Buch hat es mir beim Lesen nicht leicht gemacht. Einerseits habe ich es ausdrücklich als leichte Urlaubslektüre gekauft, andererseits verflacht es doch an einigen Stellen so sehr, dass man unangenehm an die Seichtigkeit der Werke Tommy Jauds (u.a. Resturlaub, Vollidiot, Millionär) erinnert wird. Eigentlich ist es eine sehr düstere Vision, die allerdings durch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Dieses Buch hat es mir beim Lesen nicht leicht gemacht. Einerseits habe ich es ausdrücklich als leichte Urlaubslektüre gekauft, andererseits verflacht es doch an einigen Stellen so sehr, dass man unangenehm an die Seichtigkeit der Werke Tommy Jauds (u.a. Resturlaub, Vollidiot, Millionär) erinnert wird.</p>
	<p>Eigentlich ist es eine sehr düstere Vision, die allerdings durch den speziellen Humor von Uschmann eine sehr eigenartige Stimmung erzeugt, die erst zum Schluss richtig ins Finstere abrutscht. Ich werde hier den Schluss nicht verraten. Mich jedenfalls hat er sehr überrascht.</p>
	<p>Es geht um eine Mischung aus heute bereits realem Berlin und einer nur kurz in die Zukunft gesprungenen Fiktion. 4 akademisch geprägte Lebenskünstler kommen ziemlich pleite in Berlin an und versuchen Arbeit zu finden. Die aktuelle Regierung ist plötzlich schnell im Inkraftsetzen von erstmal völlig absurd klingenden Gesetzen geworden. Man versucht Nachhaltigeit, gesunde Lebensweise, Moral und Antidiskriminierung endlich in den Griff zu bekommen und greift nicht nur per Gesetz, sondern gleich mit Ausweitung der Exekutive durch. Wenn man genau hinsieht, merkt man allerdings, dass diese fiktiven Gesetze nur eine klitzekleine Steigerung des heute bereits bestehenden Rechts darstellen. Ich habe mich schon länger über die Qualität der aktuellen Gesetzgebeung geärgert. Hier wird dieser Wahnsinn der Show-Gesetzgebung literarisch verarbeitet.</p>
	<p>Während man in diesem teilfiktivem Berlin einerseits massiv um die o.g. hehren Werte kümmert, ist man weiter tatenlos gegenüber der Abdankung des Rechtsstaates in ganzen Statdtteilen, die von mafiösen Organisation regiert werden und von allen Einwohnern Schutzgeld erpressen.</p>
	<p>Es entsteht u.a. ein neuer Wirtschaftszweig von Agenturen, welche den auflagengeschüttelten Unternehmen die nun geforderten Quotenmarxisten, Homosexuellen und einarmige Mitarbeiter vermitteln. Wer die aktuellen Erweiterungsgesetze zum Antidiskriminierungsgesetz und die damit verbundene Diskussion in den Unternehmen vor allem zum Thema Pflichtdiversität mitverfolgt, bekommt spätestens beim Lesen dieses Buches eine Gänsehaut.</p>
	<p>Die Unlust Mitarbeitern anständige Gehälter zu zahlen bekommt ebenso ihr Fett weg, wie Werbeagenturen u.v.m.<br />
Es gibt auch eine schöne Beschreibung der Berliner Bloggerszene, in welcher Sascha Lobo beschrieben wird, ohne seinen Namen zu nennen. Er ist trotzdem gut erkennbar. Ohne diese Szene genau zu kennen, kann ich mir vorstellen, dass die Beschreibung einige Treffer enthält.</p>
	<p>Letztlich ist das Buch eine Beschreibung einer dümmlichen faschistoiden Gutmenschendiktatur und zeigt die Folgen auf, wenn Demokratie auf versagende Bildungssysteme trifft.</p>
	<p>Insgesamt finde ich das Buch ziemlich lesenswert.</p>
	<p>Bewertung: ****</p>

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		<title>Vom Fußgänger zum Piloten in 100 Tagen &#8211; Spannendes Projekt von Alex Kahl</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 09:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer meiner ehemaligen Kollegen bei SYNAXON hat sich letztes Jahr selbständig gemacht. Er hat nun ein spannendes Projekt gestartet, bei dem ich ein bisschen mitmachen durfte. Alex will innerhalb von 100 Tagen vom Fußgänger zum Piloten werden. Wenn ich bedenke, dass ich bis zum Erwerb meiner ersten Pilotenlizenz mehr als 1 Jahr gebaucht habe, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Einer meiner ehemaligen Kollegen bei SYNAXON hat sich letztes Jahr selbständig gemacht. Er hat nun ein spannendes Projekt gestartet, bei dem ich ein bisschen mitmachen durfte. </p>
	<p>Alex will innerhalb von 100 Tagen vom Fußgänger zum Piloten werden. Wenn ich bedenke, dass ich bis zum Erwerb meiner ersten Pilotenlizenz mehr als 1 Jahr gebaucht habe, ist das ambitionierter Zeitplan. Er ist aber trotzdem realistisch, weil er den Schein einerseits nicht in Deutschland macht und sich deswegen eine ganze Menge theoretischen Ballast erspart. Und er wird die Ausbildung Vollzeit absolvieren und nicht nur nebenbei, wenn mal gerade Zeit ist. </p>
	<p>Und wenn man schon eine amerikanische Lizenz erwirbt, warum dann nicht gleich vor der traumhaften Kulisse Alaskas? </p>
	<p>Die Lizenz soll so erworben werden, dass er danach gleich einen fliegerischen Höhepunkte absolvieren kann, von dem viele Piloten nur träumen können: Er wird von Alaska zum Oshkosh Airventure in Wisconsin fliegen. Das ist die Fliegermesse überhaupt. Wenn er nicht einen altgedienten Cargo Piloten dabei hätte, wäre das für einen Anfänger allerdings Wahnsinn. Allein der Gedanke an den Anflug auf diese Veranstaltung lässt auch erfahrene Piloten kribbelig werden. </p>
	<p>Das Ganze Projekt wird von <a href="http://pedestrian2pilot.digital-dictators.de/">Alex per Blog</a> begleitet und später soll daraus ein Buch und eine Vortragsreihe werden. </p>
	<p>Den ersten wichtigen Meilensteinstein hat er zu meiner Überraschung gemeistert. Er hat trotz seiner Glasbausteine im Gesicht tatsächlich das Medical bekommen. </p>
	<p>Ich hoffe jedenfalls, dass auch der Rest noch klappt und werde sicher einen seiner Vorträge besuchen. Als Teil seiner Vorbereitung hat er Pilotengesprräche geführt <a href="http://pedestrian2pilot.digital-dictators.de/2010/03/25/piot-talk-folge-1-mit-frank-roebers/">und eins davon war mit mir</a>. </p>
	<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OpO0-I0ns6c&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/OpO0-I0ns6c&#38;hl=de_DE&#38;fs=1&#38;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>

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		<title>Buchrezension: Die Kosmonauten- Richard David Precht</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 16:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir hat das Buch Wer bin ich und wenn ja wieviele von Precht sehr gut gefallen. Trotzdem war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch lesen sollte. Die meisten guten Sachbuchautoren schreiben keine besonders gute Romane. Und dann gibt es in dieser Gattung der Roman, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls in Berlin spielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Mir hat das Buch <a href="http://www.frank-roebers.de/2007/11/13/wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-precht/">Wer bin ich und wenn ja wieviele</a> von Precht sehr gut gefallen. Trotzdem war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch lesen sollte. Die meisten guten Sachbuchautoren schreiben keine besonders gute Romane. Und dann gibt es in dieser Gattung der Roman, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls in Berlin spielen schon eine ganze Menge Bücher, von denen einige nicht schlecht sind. Ich fand zum Beispiel <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442453305?ie=UTF8&#038;tag=frankroebers-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442453305">Herr Lehmann: Ein Roman</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=frankroebers-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442453305" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von Sven Regener sowohl als Buch als auch als Film (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0001FXA6U?ie=UTF8&#038;tag=frankroebers-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B0001FXA6U">Herr Lehmann</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=frankroebers-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B0001FXA6U" border="0" alt="" width="1" height="1" />) klasse.</p>
	<p>Nachdem ich ein paar Seiten im Buchladen angelesen hatte, war ich aber überzeugt, dass dieses Buch einen Versuch wert sein könnte.</p>
	<p>Ich wurde nicht enttäuscht. &#8220;Kosmonauten&#8221; ist einer der besten Romane, die ich bisher gelesen habe. Obwohl die Geschichte kaum etwas hergibt, reisst einen die sprachliche Wucht Prechts förmlich mit. Ohne ins Peinliche abzurutschen geht er mit sehr bildhafter Erzählung immer wieder bis an die Schmerzgrenze. </p>
	<p>Ich finde, Precht gehört mit diesem Buch in die gleiche Liga wie Tellkamp mit &#8220;<a href="http://www.frank-roebers.de/2009/01/19/der-turm-tellkamp/">Der Turm</a>&#8221; und Kehlmann (u.a. mit <a href="http://www.frank-roebers.de/2009/03/01/ruhm-kehlmann/">Ruhm</a>).</p>
	<p>Das Buch hat außerdem eine erstaunliche Tiefe, die einen immer wieder stark berührt. Ich hoffe Precht wird noch ein paar Romane schreiben. Mich hat er jedenfalls als Stammleser gewonnen.</p>
	<p>Bewertung: *****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3442472210&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Buchrenzension: Die Insassen &#8211; Katharina Münk</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 08:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Katharina Münk hat vor zwei Jahren mit &#8220;Und morgen bringe ich ihn um&#8221; ihren ersten Erfolg veröffentlicht. Sie schreibt unter einem Pseudonym, da sie angeblich immer noch als Chefsekretärin in einem Großunternehmen arbeitet. Das erste Buch war schon sehr lesenswert. Nun hat sie einen Roman abgeliefert. Es geht um einen Finanzvorstand einer großen Versicherung, einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Katharina Münk hat vor zwei Jahren mit &#8220;Und morgen bringe ich ihn um&#8221; ihren ersten Erfolg veröffentlicht. Sie schreibt unter einem Pseudonym, da sie angeblich immer noch als Chefsekretärin in einem Großunternehmen arbeitet. Das erste Buch war schon sehr lesenswert. Nun hat sie einen Roman abgeliefert. <br />
Es geht um einen Finanzvorstand einer großen Versicherung, einen bekannten Investmentbanker, einen weiteren Topmanager und eine Chefsekretärin, die alle nach Zusammenbrüchen in eine geschlossene psychiatrische Anstalt in der Nähe von Frankfurt eingewiesen werden. Der ehemalige Finanzvorstand will einfach nicht wahrhaben, dass er dort als Patient ist und redet sich erfolgreich ein, dass er der neue Eigentümer der Klinik ist. Er überedet die andern, ihn dabei zu unterstützen, die Klinik ohne Wissen der tatsächlichen Eigentümer an die Börse zu bringen. <br />
Wenn ich nicht schon selber einen Börsengang mitgemacht hätte, würde ich wahrscheinlich denken, dass es sich hier um eine völlig überzogene Satire handelt. Leider ist es nicht so. Genauso absurd, wie sich teilweise die Dialoge zwischen den Beteiligten abspielen, habe ich selber Gespräche in der Finanzwelt erlebt. <br />
Für eine Chefsekretärin kennt sich Münk erstaunlich gut mit den Mechanismen des Kapitalmarktes und seinen aktuellen Sprachmoden aus. Möglicherweise deckt das Pseudonym nicht eine Sekretärin, sondern einen Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft. Wundern würde es mich nicht. <br />
Da könnte einem schon der Gedanke kommen, dass ich durchaus auch selber genug sehr unterhaltsamen Wahnsinns erlebt habe&#8230;. vielleicht mal für später&#8230;</p>
	<p>Bewertung: ****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3423247525&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Buchrezension: Operation Kundus &#8211; Achim Wohlgetan</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist das Nachfolgebuch von &#8220;Endstation Kabul&#8221; des gleichen Autors. Er schildert hier seinen 2. Aulsandseinsatz für die Bundeswehr, dieses  Mal geht es für ihn nach Kundus, wo er als Mitglied eines Vorauskommandos an der Übernahme eines Stützpunktes (PRT) von den Amerikanern mitwirkt. Wie bereits im ersten Buch, kommt auch dieses Mal vor allem die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Dies ist das Nachfolgebuch von &#8220;<a href="http://www.frank-roebers.de/2008/10/28/endstation-kabul-wohlgetan/">Endstation Kabul</a>&#8221; des gleichen Autors. Er schildert hier seinen 2. Aulsandseinsatz für die Bundeswehr, dieses  Mal geht es für ihn nach Kundus, wo er als Mitglied eines Vorauskommandos an der Übernahme eines Stützpunktes (PRT) von den Amerikanern mitwirkt.</p>
	<p>Wie bereits im ersten Buch, kommt auch dieses Mal vor allem die politische Führung der Bundeswehr nicht gut weg. Neben schon fast surrealen Bürokratiepossen werden Soldaten immer wieder durch schwer nachzuvollziehende Entscheidungen in Gefahr gebracht. Was Wohlgetan über die Ausrüstung der Soldaten schreibt, kann man kaum glauben. Nicht nur, dass man sie in leichten Wüstenuniformen in den afghanischen Winter schickt, man lässt sie auch in schrottreifen angemieteten Zivilfahrzeugen ohne militärische Kennzeichnung Patrouillen fahren. Wenn man das mit Berichten vergleicht, wo vollkommen einsatzfähige Bundeswehrfahrzeuge in Kabul wegen fehlender Abgasuntersuchung stillgelegt wurden, ist man nur noch fassungslos.</p>
	<p>Die sehr plastischen Beschreibungen des Einsatzalltags mit dem damit verbundenen Stress und zwischenmenschlichen Reibereien erklären ein bisschen, warum immer mehr Soldaten mit den Bedingungen nicht mehr klar kommen und frustriert den Dienst quittieren oder gar in psychologische Behandlung gehen müssen.</p>
	<p>Ich hoffe, dass Bücher wie diese öffentlichen Druck auf die Politik erzeugen, damit sich sich sich endlich angemessen mit diesem Einsatz auseinandersetzen und entweder diesen Einsatz beenden oder ihn auf eine Basis stellen, die dazu führt, dass dort Soldaten nicht sinnlos verheizt werden.</p>
	<p>Bewertung: ****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3430200733&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Wir sind alle Isländer &#8211; Halldór Gudmundsson</title>
		<link>http://www.frank-roebers.de/2009/07/18/wir-sind-alle-islander-halldor-gudmundsson/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 16:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Untertitel: Von Lust und Frust, in der Krise zu sein Ich war bereits zwei Mal auf Island (2001 und 2004) und bin ein großer Fan dieser Insel. Die Landschaft ist einfach monumental und die Mentalität der Isländer hat mir auch sehr gefallen. Das sind im Prinzip Norddeutsche mit einer für usn merkwürdigen Sprache. Vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Untertitel: Von Lust und Frust, in der Krise zu sein</p>
	<p>Ich war bereits zwei Mal auf Island (2001 und 2004) und bin ein großer Fan dieser Insel. Die Landschaft ist einfach monumental und die Mentalität der Isländer hat mir auch sehr gefallen. Das sind im Prinzip Norddeutsche mit einer für usn merkwürdigen Sprache. Vor allem ist es im Sommer dort nicht zu warm. </p>
	<p>Nächste Woche werde ich das dritte Mal Island besuchen und da kam mir dieses Buch zur Vorbereitung gerade recht. Ich hatte schon vor diesem Buch einiges zu der Krise auf Island gelesen, vor allem in der brandeins. </p>
	<p>Es wird einem ziemlich mulmig bei der Lektüre. Es wird beschrieben, wie es zu der Krise kam und vor allem, was sie nun konkret für die Menschen auf Island bedeutet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in der Finanzkrise ist hier nicht eine einzelne Bank, sondern gleich das komplette Bankensystem kollabiert. Das betrifft dann eben nicht nur ein paar Spekulanten, sondern jeden in diesem Land. Die Arbeitslosigkeit ist genau so hoch geschnellt, wie der Kurs der isländischen Krone herunter gerauscht ist. Die privaten Ersparnisse sind flächig vernichtet, die Schulden durch eine in Island übliche Fremddevisenbindung förmlich explodiert. Die Ursachen für die Krise sind auf Island die gleichen, wie im Rest der Welt, hier sind sie auf Grund der geringen Größe der Volkswirtschaft nur viel ungebremster eingeschlagen. </p>
	<p>Die Schilderung der Krise wird dadurch sehr viel fassbarer, weil sie auch anhand konkreter  Lebenslaufbeispiele beschrieben wird. Dadurch verliert sich die Abstraktheit und schafft eine beklemmende Atmosphäre, obwohl die beschriebenen und interviewten Isländer kaum Selbstmitleid zeigen. </p>
	<p>Mulmig wird einem auch deswegen, weil man ja nicht weiß, ob nicht Island nur ein Prototyp dessen ist, was auf die anderen westlichen Industrienationen noch wartet. Wenn das so wäre, kann es noch verdammt ungemütlich werden. </p>
	<p>Bewertung: ****</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=3442752485&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Der Ausverkauf geht weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 05:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem nun mein neuer MediaCenter einwandfrei seinen Betrieb aufgenommen hat, kann nun auch mein DVD-Player weg. Ich habe ihn auf amazon gelistet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nachdem nun mein neuer MediaCenter einwandfrei seinen Betrieb aufgenommen hat, kann nun auch mein DVD-Player weg. Ich habe ihn auf amazon gelistet.</p>
	<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=frankroebers-21&#38;o=3&#38;p=8&#38;l=as1&#38;asins=B000UXBR04&#38;fc1=000000&#38;IS2=1&#38;lt1=_blank&#38;m=amazon&#38;lc1=0000FF&#38;bc1=000000&#38;bg1=FFFFFF&#38;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>


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		<title>Teil 2 Interview mit Markus Beckedahl für das DNAdigital Politikbuch</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 18:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Roebers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter gehts mit dem 2. Teil. Den ersten findet ihr hier. Es wird noch mindestens einen dritten Teil geben. FR: Ich habe den Eindruck, dass die Politiker insgesamt nur sehr schwach auf die Technikkompetenten, vor allem auf die Blogger reagieren und sich kaum darum kümmern, was sie so sagen. Teilst Du diesen Eindruck und wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Weiter gehts mit dem 2. Teil. Den <a href="http://www.frank-roebers.de/2009/07/01/interview-mit-markus-beckedahl-fur-das-dnadigital-politikbuch/">ersten findet ihr hier</a>. Es wird noch mindestens einen dritten Teil geben.</p>
	<p>FR: Ich habe den Eindruck, dass die Politiker insgesamt nur sehr schwach auf die Technikkompetenten, vor allem auf die Blogger reagieren und sich kaum darum kümmern, was sie so sagen. Teilst Du diesen Eindruck und wenn ja, worauf führst Du das zurück?</p>
	<p>MB: Wir haben immer noch eine digitale Spaltung in unserer Gesellschaft. Und in der Politik scheint die digitale Spaltung noch ausgeprägter zu sein. Das liegt auch an dem hohen Durchschnittsalter unserer Politiker. Es gibt über alle Fraktionen hinweg wenige Politiker, die über Netz-Kompetenz verfügen und eine Technologie-Folgeabschätzung ihrer Gesetze richtig treffen können. Leider wird auch zu wenig Netz-Expertise von Außen eingeholt. In den Anhörungen zu Netzpolitik-relevanten Gesetzen sitzen in der Regel nur Juristen, aber kaum Techniker und schon gar keine Blogger. Gleichzeitig leben viele Politiker noch in der alten Medienwelt und sehen das Internet nur als großen Gefahrenherd. Hier erleben wir eine breite Kluft zwischen den Menschen, die das Netz in ihr Leben integriert haben und denjenigen, die von außen mit vielen Ängsten auf diese neue digitale Gesellschaft blicken. Wünschenswert wäre ein größerer Dialog zwischen diesen beiden Gruppen, um bessere Rahmengesetzgebungen für die digitale Gesellschaft zu schaffen.</p>
	<p>FR: Diese Begründung, dass die Politiker einfach keine Ahnung vom Netz haben, hört man ziemlich häufig von Bloggern. Könnte es nicht auch eine Rolle spielen, dass Politiker Blogger einfach nicht ernst nehmen, weil sie sich immer nur auf sich und ihre Bloggerei beziehen und schwierige Themen wie beispielsweise Sozial- Sicherheits- und Wirtschaftspolitik schlicht nicht in der Blogosphere stattfinden? Don Alphonso argumentiert ja immer wieder mal in diese Richtung.</p>
	<p>MB: Warum sollten Politiker nicht auf Blogger bei Netz-relevanten Themen hören? Immerhin wissen diese oft kompetent über das Thema Bescheid und stehen Politiker-Anfragen auch offen gegenüber. Nur kommen diese nicht. In der Sozial- Sicherheits- und Wirtschaftspolitik hören Politiker doch auch gerne Experten aus den jeweiligen Themenfeldern an. Die genannten Themen werden übrigens noch recht gut vom traditionellen Journalismus behandelt. Natürlich wäre es schön, wenn mehr Blogger darüber schreiben werden. Aber im Bereich der Netzpolitik gibt es im traditionellen Journalismus eher wenig Berichterstattung und Blogger füllen diese Nische. Das Thema Netzpolitik ist im Übrigen nicht weniger schwierig oder weniger komplex als andere politische Themen. Wenn Politiker den Rat von Experten nicht ernst nehmen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie im Gegenzug von diesen weniger Ernst genommen werden. Insofern teile ich die Argumentation nicht, dass Politiker nicht auf Blogger im Themenfeld Netzpolitik hören, nur weil diese nicht auch soviel über Sozialpolitik schreiben.</p>
	<p>FR: Ich glaube, jetzt nähern wir uns einem kritischen Punkt. Ich bin selber begeisterter Blogleser. Außer Deinem Blog netzplitik.org wüsste ich jetzt aber wirklich keinen weiteren, dem ich heute auf Anhieb ansehe, dass sich dahinter Expertise in Netzpolitik verbirgt. Machen es nicht die meisten anderen Blogger den Politikern es unglaublich schwer, hinter den zum Teil heftig polemischen Beiträgen Expertise zu erkennen?</p>
	<p>MB: Ich kenne viele gute politische Blogs innerhalb meines Themenfeldes. Viele davon sind nicht aus Deutschland und fast alle deutschsprachigen konzentrieren sich auf ein Nischenthema innerhalb der Netzpolitik und zeigen dort eine Menge Expertise. Diese aggregieren wir meist auf netzpolitik.org. Dazu gibt es Unmengen an weiteren Blogs. Viele Blogger schreiben über Themen, die sie interessieren. Das ist oftmals klassische Anschlusskommunikation, die es früher auch schon gab. Aber die Kommunikation und die damit manchmal verbundene Polemik wurde früher oft nicht sichtbar, weil sie nur am Stammtisch oder im Bekanntenkreis artikuliert wurde. Ein Politiker sollte daher in der Regel in der Lage sein, Expertise auch bei Bloggern zu erkennen, wie bei &#8220;normalen&#8221; Bürger-, Journalisten- oder Lobbyistenanfragen auch.</p>
	<p>FR: Kannst Du ein paar Beispiele konkret benennen?</p>
	<p>Um nur mal eine handvoll Beispiele zu bringen: Alvar Freude bloggt über Netzzensur auf blog.odem.org, Patrick Breyer über Datenschutz auf daten-speicherung.de, zum selben Thema bloggt auch Jens Ferner auf datschutzbeauftragter-online.de, Rechtsfragen der Informationsgesellschaft thematisiert telemedicus.de und ebenfalls über juristische Netzpolitik-Themen bloggt Thomas Stadler auf internet-law.de. Dazu kommen noch viele gute Blogs, die einen viel breiteren Themenfocus haben und manchmal was Gutes zu Netzpolitik bloggen.</p>
	<p>FR: Dann haben wir es ja mindestens mit zwei unterschiedlichen Problemem zu tun. Es gibt kompetente Blogger im Bereich Netzplitik, auf welche die Politik nicht hört und dann haben wir die ganzen kompetenten jungen Menschen, die sich sehr gut mit den vielfältigen anderen politischen Feldern auskennen aber nicht darüber bloggen. Hast Du eine Idee, warum man diese im Internet so gut wie nicht finden kann?</p>
	<p>MB: Ich wundere mich z.B. seit Jahren, warum es noch kein gutes Umweltschutz-Blog in Deutschland gibt. Dabei gibt es viel mehr, auch junge, Experten rund um das Thema als in der Netzpolitik. Diese nutzen wahrscheinlich noch nicht so sehr das Netz, um auch zu senden, sondern eher als Informations- und Kommunikationsraum. Das wird sich sicherlich noch ändern.</p>
	<p>FR: Hast Du den Eindruck, dass das politische Engagement bei den Internetnutzern gerade anwächst?</p>
	<p>MB: Ja und das freut mich sehr. Vor einigen Jahren konnte man &#8220;die üblichen Verdächtigen&#8221; in der Netzpolitik an wenigen Händen abzählen. Angefangen hat es richtig mit der Kampagne gegen Softwarepatente Anfang des Jahrtausends, die tatsächlich auf EU-Ebene und durch das Netz vernetzt diese Gesetzgebung aufgehalten und verhindert hat. Die Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung brachte dann 2007 15.000 Menschen zu einer Demonstration für digitale Bürgerrechte in Berlin zusammen. 2008 steigerte sich das noch auf rund 70.000 Demonstranten vor dem Brandenburger Tor und rund 34.000 Menschen schlossen sich der größten Massenklage in der Geschichte des Bundesverfassungsgericht gegen die Vorratsdatenspeicherung an. Und dieses Jahr haben 134.000 Menschen die größte ePetition in der Geschichte des ePeitionsservers des deutschen Bundestages gezeichnet. Im Rahmen der Zensursula-Kampagne haben sich viele zum ersten Mal politisch im Netz geäußert. Nicht alle davon tun das regelmäßig, die meisten nur wenige Male, aber es ist trotzdem ein Zeichen dafür, dass das politische Engagement bei den Internetnutzern anwächst. Es wurde auch endlich Zeit, dass viele sich einmischen und Stellung beziehen: Aktuell werden die Rahmenbedingungen für die digitale Gesellschaft geschaffen. Und das von Politikern, die im digitalen Zeitalter noch nicht angekommen sind. Das betrifft uns Alle, die wir schon das Netz in unser Leben integriert haben.</p>

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