Mir hat das Buch Wer bin ich und wenn ja wieviele von Precht sehr gut gefallen. Trotzdem war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch lesen sollte. Die meisten guten Sachbuchautoren schreiben keine besonders gute Romane. Und dann gibt es in dieser Gattung der Roman, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls in Berlin spielen schon eine ganze Menge Bücher, von denen einige nicht schlecht sind. Ich fand zum Beispiel Herr Lehmann: Ein Roman von Sven Regener sowohl als Buch als auch als Film (Herr Lehmann) klasse.
Nachdem ich ein paar Seiten im Buchladen angelesen hatte, war ich aber überzeugt, dass dieses Buch einen Versuch wert sein könnte.
Ich wurde nicht enttäuscht. “Kosmonauten” ist einer der besten Romane, die ich bisher gelesen habe. Obwohl die Geschichte kaum etwas hergibt, reisst einen die sprachliche Wucht Prechts förmlich mit. Ohne ins Peinliche abzurutschen geht er mit sehr bildhafter Erzählung immer wieder bis an die Schmerzgrenze.
Ich finde, Precht gehört mit diesem Buch in die gleiche Liga wie Tellkamp mit “Der Turm” und Kehlmann (u.a. mit Ruhm).
Das Buch hat außerdem eine erstaunliche Tiefe, die einen immer wieder stark berührt. Ich hoffe Precht wird noch ein paar Romane schreiben. Mich hat er jedenfalls als Stammleser gewonnen.
Sie spielten damals ein bisschen in der LowFi und Garage Welle mit, stachen aber schon erfreulich aus der Masse der anderen Bands heraus. Ich fand sie deutlich besser als die sehr verkopften StrokesW.
Nun haben sie endlich mal wieder ein neues Album abgeliefert:
Ich nehme mal an, dass viele Fans von damals dieses Album deutlich zu stark auf Kommerz ausgerichtet finden. Ich hingegen finde, dass dies eins der besten Alben dieses Jahres ist. Einige der Songs haben echtes Hitpotenzial. Der Starter Get Me Right jedenfalls dudelt bei mir gerade rauf und runter.
Musik spielt bei den meisten Menschen eine wichtige Rolle. Fast jedes wichtige Ereignis wird irgendwie durch den Einsatz von Musik emotional verstärkt. Nicht einmal im Krieg wird auf Musik verzichtet. Ganze Heere zogen mit Musik in die todbringende Schlacht, heute haben Panzerbesatzungen im Irak iPods dabei, um sich in Kampfstimmung zu bringen. Was ist Musik und warum wirkt sie so stark auf uns?
Levitin geht auf viele wissenschaftliche Disziplinen ein, die sich mit diesen Fragen befassen. Der Leser erfährt einiges über die physikalischen Grundlagen, mathematische Zusammenhänge, Kognitionspsychologie, neuronale Aspekte, Genetik u.v.m.
Der Autor ist selber Wissenschaftler und Musiker. Ihm gelingt eine sehr verständliche aber trotzdem nicht zu oberflächliche Bearbeitung des Themas.
Katharina Münk hat vor zwei Jahren mit “Und morgen bringe ich ihn um” ihren ersten Erfolg veröffentlicht. Sie schreibt unter einem Pseudonym, da sie angeblich immer noch als Chefsekretärin in einem Großunternehmen arbeitet. Das erste Buch war schon sehr lesenswert. Nun hat sie einen Roman abgeliefert.
Es geht um einen Finanzvorstand einer großen Versicherung, einen bekannten Investmentbanker, einen weiteren Topmanager und eine Chefsekretärin, die alle nach Zusammenbrüchen in eine geschlossene psychiatrische Anstalt in der Nähe von Frankfurt eingewiesen werden. Der ehemalige Finanzvorstand will einfach nicht wahrhaben, dass er dort als Patient ist und redet sich erfolgreich ein, dass er der neue Eigentümer der Klinik ist. Er überedet die andern, ihn dabei zu unterstützen, die Klinik ohne Wissen der tatsächlichen Eigentümer an die Börse zu bringen.
Wenn ich nicht schon selber einen Börsengang mitgemacht hätte, würde ich wahrscheinlich denken, dass es sich hier um eine völlig überzogene Satire handelt. Leider ist es nicht so. Genauso absurd, wie sich teilweise die Dialoge zwischen den Beteiligten abspielen, habe ich selber Gespräche in der Finanzwelt erlebt.
Für eine Chefsekretärin kennt sich Münk erstaunlich gut mit den Mechanismen des Kapitalmarktes und seinen aktuellen Sprachmoden aus. Möglicherweise deckt das Pseudonym nicht eine Sekretärin, sondern einen Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft. Wundern würde es mich nicht.
Da könnte einem schon der Gedanke kommen, dass ich durchaus auch selber genug sehr unterhaltsamen Wahnsinns erlebt habe…. vielleicht mal für später…
Dies ist das Nachfolgebuch von “Endstation Kabul” des gleichen Autors. Er schildert hier seinen 2. Aulsandseinsatz für die Bundeswehr, dieses Mal geht es für ihn nach Kundus, wo er als Mitglied eines Vorauskommandos an der Übernahme eines Stützpunktes (PRT) von den Amerikanern mitwirkt.
Wie bereits im ersten Buch, kommt auch dieses Mal vor allem die politische Führung der Bundeswehr nicht gut weg. Neben schon fast surrealen Bürokratiepossen werden Soldaten immer wieder durch schwer nachzuvollziehende Entscheidungen in Gefahr gebracht. Was Wohlgetan über die Ausrüstung der Soldaten schreibt, kann man kaum glauben. Nicht nur, dass man sie in leichten Wüstenuniformen in den afghanischen Winter schickt, man lässt sie auch in schrottreifen angemieteten Zivilfahrzeugen ohne militärische Kennzeichnung Patrouillen fahren. Wenn man das mit Berichten vergleicht, wo vollkommen einsatzfähige Bundeswehrfahrzeuge in Kabul wegen fehlender Abgasuntersuchung stillgelegt wurden, ist man nur noch fassungslos.
Die sehr plastischen Beschreibungen des Einsatzalltags mit dem damit verbundenen Stress und zwischenmenschlichen Reibereien erklären ein bisschen, warum immer mehr Soldaten mit den Bedingungen nicht mehr klar kommen und frustriert den Dienst quittieren oder gar in psychologische Behandlung gehen müssen.
Ich hoffe, dass Bücher wie diese öffentlichen Druck auf die Politik erzeugen, damit sich sich sich endlich angemessen mit diesem Einsatz auseinandersetzen und entweder diesen Einsatz beenden oder ihn auf eine Basis stellen, die dazu führt, dass dort Soldaten nicht sinnlos verheizt werden.
Lauren Slater beschreibt in diesem Buch die aus ihrer Sicht wichtigsten Experimente der Psychologie. Sie macht das auf eine ganz besondere Art. Sie beschreibt einerseits die Experimente wie in Filmdrehbüchern.
Man hat den Eindruck selber dabei zu sein, als beispielsweise das berühmte Milgram Experiment läuft. Damals ging es darum herauszufinden, wie leicht Menschen dazu zu bringen sind, jemanden zu Tode zu quälen. Über 60 Prozent der Probanden haben damals einen vermeindlich schlechten Schüler bei falschen Antworten bis zu einer tödlichen Stromstärke bestraft. Sie wussten nicht, dass der Schüler ein Schauspieler war und dass sie in Wirklichkeit gar keine Stromschläge bekommen haben. Slater beschreibt das mit einer erzählerischen Dichte, dass man beim Lesen körperlich gestresst wird. Natürlich fragt man sich sofort, wie man selber reagiert hätte und hofft insgeheim, dass man zu der Minderheit zählt, die sich letztlich weigert.
Neben der Dichte der Erzählung macht sie sich immer noch zusätzlich auf die Suche nach den Menschen, die sich diese Experimente ausgedacht haben und zeichnet ein detailliertes Charakterbild, bei dem nicht alle der Berühmtheiten gut weg kommen. Schließlich lässt sie dann noch die Gegner der Experimente und der daraus gewonnenen Erkenntnisse zu Wort kommen und bringt die vermeintliche Gewissheit dann wieder ins Wanken. Letztlich überlässt sie dem Leser die Entscheidung, was man aus dem Gelesenen für Schlüsse zieht.
Es werden Experimente zur Autoritätshörigkeit, Sucht, Hilfsverhalten, Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen, Liebe und Psychochirurgie beschrieben.
Diese Buch ist meiner Meiunung nach völlig zu Recht 2005 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gekürt worden und hat zahlreiche weitere Preise gewonnen. Slater gehört in die Liga der besten lebenden populärwissenschaftlichen Schriftsteller der Welt, die viel dazu beitragen, dass wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in die Bevölkerung finden.
Dieses Buch gibt es als kostenlosen Download und in der Papierversion. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen, es mir in der Papierversion zu besorgen. Allerdings ist das pdf so angenehm auf meinem Notebook zu lesen gewesen, dass ich auf die Papiervariante verzichtet habe. Das spart Platz und Resourcen. Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, wie ich dem Autor jetzt einfach Geld zukommen kann, ohne gleich ein Buch kaufen zu müssen. Da wäre ein paypal Button auf der Seite nicht verkehrt.
Dieses Buch ist schon fast ein Pflichtlehrbuch für jeden, der in der Piratenpartei ein Amt oder Mandat anstrebt. Wenn jeder, der wacker im Piratenwiki oder auf den Mailinglisten mitdiskutiert, dieses Buch gelesen hätte, würden alle viel Zeit sparen, weil man nicht immer wieder über das Gleiche diskutieren müsste.
Hier wird sehr anschaulich die Geschichte der Piratenpartei mit ihren Anfängen in Schweden und Deutschland beschrieben und man bekommt dadurch ein sehr gutes Gefühl dafür, wie die Positionen der Piraten zustandegekommen sind.
Die einzelnen Positionen werden ausführlich und leicht verständlich beschrieben, was aufgrund der Komplexität der von den Piraten behandelten Themen nicht einfach ist. Vor allem der Abschnitt zum Urheberrecht ist meiner Meinung nach besser gelungen, als bei Lessig. Weiterhin gibt es u.a. einen Vergleich der Positionen der etablierten Parteien zu den Pirateninhalten.
Es fehlt in dem Buch kein einziges Reizthema, mit dem sich Piraten in der öffentlichen Diskussion auseinandersetzen müssen: Tauss, Netzsperrendebatte, Einthemenpartei usw.
Man merkt dem Autor an, dass er versucht, eine neutrale beschreibende Distanz zu den Piraten zu wahren. Es schimmert aber immer wieder durch, dass er ein großer Fan der Piraten ist.
Sein Vorgängerbuch “The Longtail” gehört meiner Meinung nach zu den Klassikern der Bücher über das Internetgeschäft. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an sein neuestes Werk “Free”. Um es vorweg zu nehmen: Ich finde, “Free” ist nicht so stark und bahnbrechend, wie es “The Longtail” war.
Er befasst sich wieder mit den Auswirkungen abnehmender Grenzkosten in der digitalen Welt. Eine Wertschöpfungskette nach der anderen wird durch die Digitalisierung zerstört. Die Frage ist, ob und welche neuen Möglichkeiten sich ergeben, trotzdem auch in Zukunft mit digitalen Inhalten Geld zu verdienen. Man liest in dem Buch nichts wirklich Neues. Die von ihm beschriebenen Strategien, wie man auch in den neuen “Freeconomics” Geld verdienen kann, konnte man an vielen anderen Stellen schon nachlesen, nicht zuletzt auch im Piratenwiki.
Das Buch ist höchstens für die Leser noch interessant, die sich noch nie mit diesem Thema befasst haben.
Als Fazit bleibt, dass es zunehmend schwerer werden wird, mit Bits&Bytes allein Geld zu verdienen. Die Wertschöpfung wird sich immer stärker in Richtung der aus den Werken abgeleiteten Dienstleistungen bewegen. Ansonsten wird man auf Freemium Modelle oder Quersubventionen aus Werbeeinnahmen ausweichen müssen.
Das ist allerdings kein Grund zum Pessimismus. Dieser neue Markt ist schon heute riesig und er wird noch weiter wachsen. Bereits heute dürften beispielsweise im deutschen IT-Mittelstand Umsätze aus Lizenzeinnahmen für digitale Güter deutlich kleiner sein, als die Einnahmen die sich aus der Individualisierung, der Wartung und laufenden Betreuung von Software bewegen.
Richtig hart wird es wohl nur für die großen Unternehmen werden, die sich einfach nicht auf diese neuen Herausforderungen einlassen wollen und statt dessen nach dem Gesetzgeber rufen. Da sind Anderson und ich einer Meinung: Selbst die hartnäckigsten Kriminalisierungsbestrebungen werden den Trend nicht aufhalten können, dass die meisten digitalen Güter kostenlos im Netz verfügbar sein werden.
Ich bin ein wenig unentschlossen, wie ich dieses Buch finden soll. Einerseits ist mir klar, dass Politik immer nur so lange einfach wirkt, wie man sie nicht selber machen muss. Andererseits wird mir schon ein wenig mulmig wenn ich lese, wie zum Teil Entscheidungen über unsere Zukunft zustande kommen. Da spielen in unserer heutigen Parteiendemokratie Faktoren eine Rolle, die nicht gerade zur Verbesserung der Entscheidungsqualität beitragen. Es geht allzuoft und allzusehr um Machterhalt einzelner Personen statt um die beste Entscheidung.
Das Buch beschreibt einzelne Situationen aus der jüngsten Vergangenheit. Man wird Zeuge, wie die Entscheidungen vorbereitet und getroffen wurden, als die Finanzkrise fast zum Kollaps des weltweiten Finanzsystems geführt hat. Unsere Demokratie hat in dieser Situation gezeigt, dass sie in Notsituationen trotz der föderalen Struktur sehr wohl in der Lage ist, auch sehr schnell zu handeln. Das gleiche gilt auch für die internationale Politikszene. Auch diese konnte erstaunlich schnell reagieren. Ob die Entscheidungen richtig waren, wird sich erst in ein paar Jahren zeigen.
Die Autorin ist ganz offensichtlich ein großer Fan von Angela Merkel. Die Kanzlerin kommt nicht nur gut weg, das Buch liest sich eher wie eine Werbeschrift. Ich glaube allerdings, dass sie trotz dieser positiven Grundeinstellung ein einigermaßen treffendes Bild von Merkel zeichnet. Ich habe sie im Gegensatz zu ihrem Amtsvorgänger nie persönlich gesehen. Aber wer sie aus meinem Umfeld getroffen hat, berichtet mit ähnlicher Tendenz. Man erfährt in dem Buch nicht nur, wie sie arbeitet und ihre Position absichert, man kann hier auch dezidiert nachlesen, welche Idenn sie für die Zukuft hat und wie sie sie umsetzen will. Leider fehlen hier alle Aspekte, welche die Netzpolitik betreffen, aber dafür sind ja auch die Piraten da…
Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn sie weiter unser Land als Kanzlerin regieren würde. Sie genießt im Ausland ein außerordentliches Ansehen und ich wüsste momentan auch niemanden, den ich lieber an ihrer Position sehen würde.
Es ist vollbracht. Wir haben unser Interview für das Politik-Buch DNA Digital mit dem dritten Teil beendet. Mir hat es Spass gemach und ich freue mich auf das Buch.
FR: Welche Auswirkungen wird das auf die Art und Weise haben, wie künftig Politik gemacht wird?
MB: Das Netz hat große Auswirkungen auf die Art und Weise, wie zukünftig Politik gemacht wird. In der früheren analogen Welt hatte man eigentlich nur orts- und zeitabhängig die Möglichkeit, sich an politischen Prozessen zu beteiligen. Das war die klassische Ortsgruppe einer Partei oder einer Initaitive. Vielleicht fuhr man dazwischen mal zu einer Demonstration. Das ist einer der Gründe, warum wir eine repräsentative Demokratie haben. Für die Zeit war es die Beste Möglichkeit, die Situation zu managen.
Mit dem Netz verändert sich das. Man kann auf einmal politisch aktiv werden, indem man orts- und zeitunabhängig wird. Ein Internetanschluß reicht, um sich auch über Grenzen hinweg mit anderen zu vernetzen, sich zu informieren und zusammen politisch zu arbeiten. Dazu verändern sich die Öffentlichkeiten. Die traditionellen Medien fungier(t)en als Gatekeeper. Da kann nicht jeder zu Wort kommen, weil man einerseits die große Masse angesprochen hat, andererseits gab und gibt es zeitliche Begrenzungen in der Sendezeit oder dem Platz in der Zeitung. Im Netz kann sich jeder Politiker oder jeder mit einem Anliegen und den richtigen Werkzeugen die passenden Verbündeten suchen und gemeinsam für ein Ziel kämpfen. Gleichzeitig verändert das Netz auch den Wunsch von vielen, Politik zu öffnen. Wir können jetzt orts- und zeitunabhängig mitmischen, aber die Angebote fehlen in der Regeln noch.
Für Politiker, Medien und Netz-Unerfahrene ist es wohl noch schwer vorstellbar, welche Potentiale diese neuen Öffentlichkeiten entfalten können. Indem jeder theoretisch zum Sender werden und sich viele Menschen ad-hoc übers Netz zusammen schließen können um ihre Meinung zu artikulieren, wird das die öffentliche Meinungsbildung nachhaltig umkrempeln.
FR: Das nützt nicht viel, wenn nach Deiner eigenen Aussage die politische Klasse einfach nicht hinhört. Oder habe ich da jetzt was übersehen?
MB: Sie werden zukünftig mehr zuhören müssen, um junge Menschen erreichen zu können. In den Parteien kommen auch langsam jüngere Menschen in höhere Positionen, die das Internet schon in ihr Leben integrieren. Auch verändert sich die Medienlandschaft rasant. Durch die steigende Berichterstattung in den traditionellen Medien über Entwicklungen im Netz erreichen die Netz-Themen auch ein älteres Publikum.
FR: Wie siehst Du Deine Rolle in diesem Veränderungsprozess, wie hast Du vor, gestaltend zu wirken?
MB:Mit netzpolitik.org haben wir in den letzten sieben Jahren eine Plattform aufgebaut, die diesen Veränderungsprozess aktiv begleitet. Einerseits aggregieren wir in einer klassisch redaktionellen Filter-Arbeit viele Informationen, linken auf entsprechende Angebote im Netz und kommentieren diese ggf. auch. Andererseits funktioniert netzpolitik.org mittlerweile auch als Kampagnenplattform für digitale Bürgerrechte. Damit experimentieren wir mit den neuen Möglichkeiten herum, finden neue Wege zur politischen Kommunikation im Netz und motivieren unsere Leser, aktiv in der Demokratie mitzuwirken und sich für ihre und unsere Rechte einzusetzen. Wichtig ist uns dabei, in Zeiten von Parteien-Verdrossenheit zu vermitteln, dass Demokratie und Politik Spaß machen können, wenn man das gemeinsam macht.
Gleichzeitig findet viel Arbeit hinter den Kulissen statt, die manchmal nicht so sichtbar wird. Wir gehen aktiv auf Politiker, Verbände und Journalisten auf nationaler und internationaler Ebene zu und suchen den Dialog. Dabei versuchen wir nach Kräften, mehr Verständnis für das Netz, den Medienwandel und die neuen Öffentlichkeiten zu schaffen, sowie für eine bessere Netzpolitik zu werben.
Es ist gut möglich, dass wir unsere Arbeit mittelfristig professionalisieren, d.h. Strukturen als NGO schaffen, um uns noch effektiver und mit mehr Ressourcen für digitale Bürgerrechte einsetzen zu können. Die Gestaltung der digitalen Gesellschaft steht immer noch am Anfang. Uns erwarten noch zahlreiche gesellschaftliche Debatten rund um die vielfältigen Themen der Netzpolitik.
Einleitung
Einer der häufigsten Vorwürfe gegen die PIRATEN ist, dass wir einerseits die freie Privatkopie im Internet uneingeschränkt und damit auch für Tauschbörsen fordern, wir andererseits heute noch keine Lösung für das Problem anbieten, wovon Kreative künftig eigentlich leben sollen.
Mal davon abgesehen, dass sowohl im Partei- als auch im Wahlprogramm ausdrücklich festgeschrieben ist, dass ein fairer Ausgleich zwischen den Urhebern und den Nutzern geschaffen werden soll, ist es richtig, dass eine tragfähige wirtschaftliche Lösung für die künftige Vergütung noch keinen Eingang in ein offzielles Dokument der PIRATEN gefunden hat. Das ist einer der Gründe dafür, dass mittlerweile viele PIRATEN ein mehrstufiges Novellierungsprogramm vorschlagen. Die meisten schlagen vor, eine endgültige Freigabe aller Kopiermöglichkeiten im Internet erst zuzulassen, wenn neue funktionierende Vergütungsmodelle entwickelt sind und vor allem den Beweis der Tragfähigkeit erbracht haben.
Dieser Meinung schließe ich mich ausdrücklich an. Die AG Urheberrecht der PIRATEN ist angetreten, die in den Parteiprogrammen definierten Forderungen und Randbedingungen in konkrete Vorschläge umzusetzen. Ich möchte mich selber in der AG Urheberrecht mit Vorschlägen zur Konkretisierung einbringen. Ich werde diese erst hier in meinem Blog veröffentlichen, hoffentlich in einer Diskussion schon mal in einer ersten Überarbeitung unterziehen und dann im PIRATEN Wiki in die Diskussion einbringen. Ich halte das Urheberrecht für dermaßen komplex, dass eine Novellierung dur als Leistung eines größeren und sehr engagierten Teams gelingen kann. Deswegen bitte ich schon jetzt um Milde, falls mir gleich Fehler passieren sollten.
Meine Ideen und Vorschläge resultieren u.a. aus den Arbeiten von Lawrence Lessig und David O´Brien, sowie einer Vielzahl von PIRATEN-Quellen. Sie gehen teilweise deutlich über das hinaus, was die PIRATEN heute in ihren Programmen fordern.
Und los geht´s:
Renovierung des Urheberechts in 2 Stufen
Ich hatte schon mal darauf hingewiesen, dass ich es für gefährlich halte, die völlige Freigabe aller Kopien inklusive der Legalisierung der Tauschbörsen zu betreiben, bevor neue Vergütungsmodelle ihre Funktionsfähigkeit bewiesen haben. Ich fürchte, dass dies nicht nur zum Kollaps der Verwertungsindustrie führen wird, sondern auch die Künstler und andere Urheber so nachhaltig um ihre Einnahmen bringt, dass genau das Gegenteil dessen eintritt, was wir als PIRATEN eigentlich erreichen wollen. DieKultur würde dann erstmal verarmen, statt reicher zu werden.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass spätestens im letzten Schritt der Novelle das uneingeschränkte Recht auf Kopie eingeräumt werden sollte, da alles andere zu einer zu großen Einschränkung der Privatsphäre führen würde.
Ich habe mich mit den bisher vorliegenden Vorschlägen zu den alternativen Einnahmequellen intensiv auseinander gesetzt und ich bleibe dabei, dass wir primär nach Wegen suchen sollten, die es Urhebern möglich macht, mit den Werken selber Geld zu verdienen. Eine reine Konzentration auf abgeleitete Einnahmen halte ich für falsch. Ich werde später noch auf einen Vorschlag eingehen, der in Richtung Pauschalvergütung geht und möglichrweise die zu Recht heftig diskutierten Nachteile einer Kuturflatrate und anderer Pauschalvergütungen, wie Geräteabgaben vermeidet.
1. Stufe: kann sofort angegangen werden
Gerade hier gehe ich über die bestehenden Vorschläge der PIRATEN hinaus und lehne mich stärker an Lessig an.
Urheberrecht gibt es nur für die Werke, für die das Urheberrecht ausdrücklich beantragt wurde
Heute gilt, dass grundsätzlich erst mal für jedes Werk die Urheberrechte entstehen. Das ist meiner Meinung gerade dadurch problematisch geworden, dass durch Web 2.0 nicht nur eine Menge neuer Produzenten enstanden sind, die sich Tatsache gar nicht bewusst sind. Sie würden wahrscheinlich gar nicht so einen umfassenden Schutz begehren.
Wer allerdings den Schutz genießen möchte, sollte durch einen sehr einfachen formlosen Vorgang, der mit sehr geringen Gebühren belastet ist, den Schutz beantragen müssen. Das würde dazu führen, dass sich jeder Urheber, der den vollen Schutz haben möchte, überlegen muss, ob er wirklich damit rechnet, dass sich die Eintragung lohnt.
Kennzeichnungspflicht
Geschützte Werke müssen gekennzeichnet werden, um den vollumfänglichen Schutz zu bekommen. Auch dies schafft mehr Klarheit für andere Menschen, welche fremde Arbeiten nutzen wollen.
Abschaffung von DRM
Die Rechte der Urheber enden dort, wo die Vergütung geleistet wurde. Nutzer die eine Vergütung bezahlt haben, dürfen mit dem Werk machen, was sie wollen, solange sich das nicht kommerziell ist, außer:
unbegrenztes Filesharing bleibt erstmal verboten, begrenztes Tauschen wird aber wieder sofort legal
Es gibt eine lange Tradition des privaten Tauschens von Kultur. Filesharing-Plattformen gehen deutlich darüber hinaus und können erst in der 2. Stufe uneingeschränkt erlaubt werden. In der ersten Stufe muss diese Technologie noch beschränkt bleiben. Um dies überhaupt durchsetzen zu können, sollten sowohl die Betreiber, als auch die Nutzer haftbar gemacht werden können. Dies soll aber nur im Rahmen des heutigen Schadenersatzrecht des deutschen Zivilrechtes gesschehen und nicht nach amerikanischen Muster.
Mit einer kleinen Einschränkung sollte man aber schon in dieser Stufe Filesharing legalisieren: Solange die Anzahl der Tauschfreunde technisch begrenzt ist, halte ich das Tauschen von Dateien wieder für eine rechtmäßige Ausübung des Rechtes auf Privatkopie. Hier müsste man sich noch über die zulässige Anzahl von Freunden Gedanken machen. Mein Vorschlag wäre 100. Es gibt bereits ein kommerzielles Projekt, dass in diese Richtung geht: ciiju
Sehr stark verkürzte Schutzfristen mit einfacher Möglichkeit der Verlängerung auf max. 15 Jahre nach Tod des Urhebers
Ich würde die Schutzfrist auf 5 Jahre verkürzen. Diese kann dann immer wieder nach jeweils 5 Jahren mit einem einfachen Antrag mit niedriger Gebühr auf max. 15 Jahre nach dem Tod des Urhebers verlängert werden. Auch das würde dazu führen, dass nur noch für die Werke Schutz beantragt wird, bei denen die Urheber diesen überhaupt begehren.
sofortige Förderung neuer Lizenz- und Einnahmemodelle
Neben der Modernisierung der heutigen Pauschalabgaben in Richtung mehr Transparenz und mehr Verteilungsgerechtigkeit, schlage ich das System der freiwilligen kollektiven Lizenz vor die Danny O`Brien hier beim Elektrischen Reporter erklärt.
Diese hat im Vergleich der staatlichen Pauschalabgaben eine Menge Vorteile:
sie setzt auf eine marktwirtschaftliche, statt auf eine staatliche Lösung
Selbstbeobachtung der Nutzer nach dem Vorbild von last.fm oder pandora, statt staatlicher Schnüffelei
sie ist relativ stabil gegen Verteilungsmissbrauch
die Verwaltung wäre nicht so aufwändig, wie bei einer staatlichen Lösung
2. Stufe, völlige Freigabe der privaten Kopier und Tauschmöglichkeiten
Sobald entweder mein Vorschlag der Einnahmeerzielung oder ein anderes System stabil läuft, kann die eigentlich ersehnte völlige Legalisierung der heute schon technischen Möglichkeiten des privaten Tauschen, Kopierens und Weiterverarbeitens erfolgen.
Ich war Sonntag Nachmittag bei uns im Detmolder Wald ein bisschen Laufen. Ich weiß nicht woran es liegt, aber Laufen führt bei mir meist zu hefitgen Kreativitätsschüben. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, mir die besten 3 Ideen eines Laufs aufzuschreiben. Wenn ich sie 3 Tage später immer noch gut finde, setze ich sie um.
Nun verträgt sich scharfes Nachdenken und Waldlauf nicht so gut, wie ich bislang immer dachte. Ich war jedenfalls nicht so aufmerksam auf meine Umwelt konzentriert, wie ich es hätte sein sollen und habe deswegen einen aus dem Boden schräg auf mich gerichteten 20 cm hohen Baumstumpf übersehen. Der hat mich jedenfalls böse gefoult und ich habe einen filmreifen Sturz hingelegt. Glücklicherweise war an dieser Stelle weicher sandiger Waldboden, deswegen war es auch nicht so schlimm, dass ich sogar mit dem Kopf den Boden ein bisschen aufgelockert habe. Bis auf eine üble schmerzhafte Prellung 2er Zehen und kleinerer Abschürfungen ist mir nichts weiter passiert.
Als ich dann aus dem Wald gehumpelt bin, habe ich ein bisschen darüber nachgedacht, was eigentlich passiert wäre, wenn ich mich schlimmer verletzt hätte. Der Detmolder Wald hat u.a. eine Eigenschaft, die ich sehr an ihm schätze: er ist auch Sonntags so gut wie menschenleer. Und er ist groß. Man kann locker 30 km am Stück laufen, ohne auch nur einmal den Wald verlassen zu müssen. Der Nachteil ist, dass man Schwiergkeiten hat zubeschreiben, wo man gerade ist.
Und da ist mir eingefallen, dass ich seit längerem Google Latitude auf meinem Blackberry nutze. Den habe ich auch beim Laufen immer dabei, weil man damit sogar telefonieren könnte, im Notfall. Für die, die Google Latitude nicht kennen: man installiert Google Maps auf dem Handy und erlaubt dem Programm, seine aktuelle Position entweder öffentlich im Internet oder ausgewählten Personen anzuzeigen. Dabei wird sowohl der GPS-Empfänger als auch die aktive Mobilfunkzelle zur Positionsermittlung genutzt.
Obwohl ich sonst gar nicht so schüchtern bin, wenn es um die eigene Präsenz im Netz geht, habe ich mich bislang noch nicht dazu durchringen können, Google Latitude öffentlich zu stellen. Zurzeit kann nur mein Bruder sehen, wo ich mich so herumtreibe.Wenn der aber gerade nicht ans Handy geht, wenns nötig wäre, nützt das dann auch nichts.
Ich werde jedenfalls Latitude künftig deutlich häufiger und bewusster öffentlich schalten. Sollte ich dann mal einen Unfall haben, steht zumindest meine Position öffentlich im Netz. Wenn ich dann noch mit letzter Kraft telefonieren oder twittern kann, erhöht das wieder einmal die Überlebenschancen…
Bevor hier aber Politiker daraus messerscharf schließen, ich hätte nichts gegen staatliche Überwachung: Ich entscheide gerne selber, was ich wem mitteile und ich werde Google Latitude auch nur so lange nutzen, wie sie weiter darauf verzichten, die Daten zu Bewegungsprofilen zusammen zu speichern.
Und weil ihr das einfach nicht raffen wollt, bin ich PIRAT geworden.
Es gibt Bücher, die muss man beim Lesen immer mal wieder weg legen weil sie einen inspirieren, über neue Ideen fürs Geschäft nachzudenken. Dieses Buch gehört dazu. Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, was auch am Titel lag. Dieser klingt nach einem unsäglichem Wirtschaftsbuch, in dem allgemein Bekanntes lauwarm neu aufbereitet wird.
Zumindest in der ersten Hälfte des Buches war ich positiv überrascht. Es steht zwar nichts sensationell Neues drin. Fast alles was er dort beschreibt, kann man in anderen früheren Büchern, wie Wikinomics, The Longtail u.a. nachlesen. Aber die Art und Weise, wie Jarvis über die Prinzipien von Google schreibt, wühlte mich immer wieder auf. Ich hatte jedenfalls sofort Lust, die Strategie von SYNAXON mal auf den Kopf zu stellen. Auch, was er über den Einzelhandel schreibt ist hochinspierend und wird sicher nicht ohne Einfluss auf die künftige PC-SPEZIALIST Strategie bleiben.
In der 2. Hälfte flacht das Buch allerdings erheblich ab. Jarvis subsumiert Dinge unter die Google Strategie, die ich eher anderen Unternehmen zuschreiben würde. Er nutzt den Begriff Google synomym für Web 2.0 und Enterprise 2.0 und das halte ich für absolut nicht gerechtfertigt.
Er ist hoffnungslos verliebt in Google und seine beiden Gründer, und hält sie einfach für omnipotent. Dadurch ist sein Blick ziemlich vernebelt. Er glaubt, dass man quasi alle Probleme dieser Erde durch die Google Prinzipien lösen kann. Diese These halte ich für enorm gewagt. Auch seine Geschäftsideen, die er reihenweise generiert, halte ich überwiegend für zu naiv.
Richtig gut finde ich hingegen wieder seine Ausführungen zur Privatsphäre im Netz. Er ist noch deutlich weiter gegangen, als viele andere und hat sogar über seine Krankheiten gebloggt. Hier würden jetzt viele aufschreien. Bei ihm hatte das den positiven Effekt, dass er wertvolle Hinweise von seinen Lesern bekommen hat, wie man am Besten mit der Krankheit umgeht.
Wir haben uns für den Detmolder PIRATEN-Stammtisch vorgenommen, wöchentlich ein Thema aus dem Partei- oder Wahlprogramm der PIRATEN zu vertiefen. Dies soll einerseits dazu dienen, dass Interessierte über den aktuellen Stand der Meinung der PIRATEN zu diesen Themen informiert werden. Andererseits soll aber auch eine Diskussion in Gang gesetzt werden, die der inhaltlichen Weiterentwicklung dienen soll.
Am nächsten Donnerstag befassen wir uns mit dem Thema Urheberrecht. Ich möchte auf diesem Wege noch einmal zu der Teilnahme an dem Stammtisch einladen. Es können hier alle Interessierten mitmachen. Die Teilnahme ist ausdrücklich nicht nur auf Parteimitglieder beschränkt.
Ich habe diese Schwerpunktsetzung für den nächsten Donnerstag zum Anlass genommen, mich selber noch einmal etwas tiefer mit dem Urheberrecht und der Position der PIRATEN zu befassen.
Es gibt eine Menge Material im Internet zu diesem Thema. Ich habe meine eigene Linksammlung auf delicous abgelegt.
Der aktuelle Stand des deutschen Urheberrechts war einer der Auslöser, mich mit den PIRATEN näher zu befassen und auch einer der Gründe, warum ich PIRAT geworden bin. Wir erleben seit Jahren eine immer weiter gehende Verschärfung des Urheberrechts und eine damit verbundene Einschränkung der Rechte der Internetnutzer.
Ich war immer der Meinung, dass Künstler und andere Werkschaffenden eine Vergütung für ihre Arbeit bekommen sollen. Ich teile hier die Position einiger PIRATEN nicht, dass man nicht mehr für das Werk, sondern nur noch für die daraus möglicherweise entstehenden Dienstleistung Geld bekommen soll (Liveautritte, Werbefinanzierung usw.). Es gibt eine Menge Künstler, die können oder wollen über die Werkerstellung hinaus keine weiteren Aktiviäten entfalten. Wie soll beispielsweise eine sprachbehinderter Buchautor eine Lesereise durchführen?
Ich habe in meinem Leben über 1.200 CDs und mehr als 1.000 Bücher gekauft. Auf meinem Rechner findet sich keine einzige Raubkopie einer Software. Da ich selber Musiker war und ein Unternehmen leite, was sich u.a. mit der Programmierung von Software und deren Vermarktung befasst, habe ich keine Sympathien für die Idee der Gratiskultur.
Das mag in einem gewissen Widerspruch zu meiner Begeisterung für offene Projekte wie Linux, Firefox, Open Office, Wikipedia usw. stehen. Ich finde aber, dass jeder Urheber das Recht haben sollte, selber zu entscheiden, ob er sein Werk offen, gratis, oder aber eben geschützt und kostenpflichtig gestalten möchte. Ich nutze nicht nur offene Produkte, sondern auch eine ganze Menge nichtoffener Werke.
Die große Frage aber ist, wie weit darf ein Schutz gehen, wenn ich als Autor etwas geschützt und kostenpflichtig gestalten möchte. Und genau hier ist der Gesetzgeber und die Rechteindustrie in den letzten Jahren erheblich über das Ziel hinausgeschossen und hat die neuen Gegebenheiten durch die aufkommende Digitalisierung völlig verkannt.
Wenn ich schon für eine Musik CD bezahle, möchte ich nicht auch noch darin eingeschränkt werden, die bereits bezahlte Musik auch auf meinem iPod zu hören. Genau das wird aber immer wieder durch Kopierschutzmechanismen und ausgefeilterem Digitalem Rechtemanagements (DRM) versucht zu verhindern. Das gleiche gilt für DVDs. Wenn ich für einen Film auf DVD bezahlt habe, möchte ich in der Lage sein, eine Privatkopie davon anzufertigen um sie auf einem Rechner von mir ansehehen zu können. Auch das wird versucht mit allen Mitteln zu verhindern.
Eine andere Frage ist, ob das nicht zivilrechtlich verfolgbar ist. Und in der Tat, es dürfte sich um einen Vertragsbruch handeln, der eine Schadenersatzpflicht auslöst. Der dafür fällige Schadenersatz dürfte in dieser Fallgruppe in Deutschland kaum die astronomischen Höhen erreichen, wie sie aus den Urteilen aus den USA bekannt geworden sind.
Meiner Meinung nach muss ich für den Fall einer Privatkopie mich gar nicht auf die sogenannte analoge Lücke zurückziehen, um Strafbarkeit zu vermeiden.
Anders ist das ganze aber zu bewerten, wenn ich das DRM aushebele und die dann gewonnene Kopie ins Internet stelle. Das ist dann nicht nur schadenersatzpflichtig, sondern auch strafbar. Und der Schadenersatz kann dann auch in Deutschland schnell erschreckende Höhen erreichen.
Meine Meinung ist zu diesem Thema: Vergütungspflicht ja, wenn der Urheber das fordert. Aber wenn vergütet wurde, muss eine deutlich freiere Verwendung als heute möglich sein. Das DRM-System gehört abgeschafft. Das Recht auf Privatkopie muss wieder auf den Stand vor der letzten Urheberrechtsnovelle zurückgeführt werden. Alle anderen und zusätzlichen Forderungen der PIRATEN zu diesem Thema unterstütze ich ebenfalls vollinhaltlich.
Die daraus resultierende spannende Frage ist, wie ein Vergütungsrecht der Urheber gestaltet werden soll, wenn digitale Inhalte frei kopierbar sein sollen.
Im Bundestagswahlprogrammäußern sich die PIRATEN so dazu:
Medien- oder Hardwareabgaben: Eine Neubewertung der Pauschalabgaben ist nötig. Bis zu dieser Neubewertung wird im Sinne des Transparenzgebotes angestrebt, sowohl das resultierende Aufkommen nach Medien/Geräteart als auch seine Verteilung nach Empfänger öffentlich zu machen.
Ich schließe daraus, dass man sich die Tür für Pauschalabgaben auf für das Internet nicht völlig verschließen möchte, auch wenn man eigentlich dagegen ist.
Es gibt nicht nur bei den PIRATEN Sympathisanten von Pauschalabgaben auf Geräte und Internetzugängen genauso wie deren erbitterten Gegner. Die Sympathisanten der Pauschalabgaben zerfallen noch mal in die, welche eine Kulturflatrate für das kleinste Übel und damit das verfolgenswerteste System halten und die welche die Pauschalen nicht von den Nutzern, sondern von den Geräteherstellen beziehen möchten.
Ich finde die mir bekannten Argumente gegen die Kulturflatrate, sowie alle anderen Pauschalabgaben alle nachvollziehbar und auch richtig. Die ausführlichste und nachvollziehbarste Argumentation gegen Pauschalen habe ich bei netzwertig gefunden.
Was meiner Meinung nach aber überhaupt nicht geht ist, die freie Kopierbarkeit und die Abschaffung des DRM durchzusetzen und zu legitimieren ohne ein alternatives Vergütungssystem zu haben. Von der Idee, die Vergütung für Werke ganz abzuschaffen und nur noch verbundene Dienstleistungen zu honorieren, halte ich gar nichts. Andere brauchbare Ideen als über Pauschalabgaben zu vergüten, sind mir allerdings noch nicht in der Diskussion begegnet. Deswegen bin ich für eine Pauschalabgabe für Internetanschlüsse, solange man kein besseres System gefunden hat. Diese Abagbe sollte für alle digitalen über das Internet verbreitetbaren Inhalte gelten.
Allerdings ist in dieser Sache nicht nur der Gesetzgeber gefordert. Es ist schon heute jedem Kulturschaffenden möglich, auf den viel zu weitgehenden Schutzmechanismus des heutigen Urheberrechts zu verzichten. Man muss ja nicht zwingend den ganzen Rahmen der Schutzmöglichkeiten nutzen. Man kann z.B. mit Hilfe der Creative Commons Lizenz unbhängig von Gesetzen ein Stück Kultur oder Wirtschaftsgut schaffen, welches die vielen Vorteile der Digitalisierung nutzbar mach und Kreativität nicht unnötig einschränkt.
Wenn immer mehr Kulturschaffende sich nur noch Verlage oder Musiklabels aussuchen, die mit Creative Commons arbeiten, statt ihre Kunden zu knebeln, kann es eine Lösung über den Markt statt über den Gesetzgeber geben.
Es dürfte wohl keinen Punkt des Partei- und auch des Wahlprogramms der PIRATEN geben, der so schwer zu vermitteln ist, wie die Frage nach der Neuregelung des Urhebenrrechts. Die PIRATEN stehen im Ruf, Kulturschaffende und Softwareentwickler wirtschaftlich ruinieren zu wollen, weil sie u.a. die völlige Beseitigung des digitalen Rechtemanangements (DRM) und die legale freie private Kopie im Internet fordern. Letztlich kommt auch der Name der Partei aus diesem wesentlichen Kern des Forderungskatalogs.
Das häufigste Missverständnis besteht darin, dass viele glauben, Urheber sollen mit ihrer Arbeit kein Geld mehr verdienen dürfen, da ja alles frei kopierbar sein soll.
Das Urheberrecht ist kein triviales Thema. Die Dokumente der PIRATEN zu den Hintergründen sind eher ungeeignet, den interessierten juristischen Laien in die Lage zu versetzen die Ideen der PIRATEN fundiert begründet zu verbreiten. Das Programm der PIRATEN basiert in diesem Punkt auf den Arbeiten des Stanford-Rechstsprofessors Lawrrence Lessig. Lessig ist einer der prominentesten Kritiker des aktuell geltenden Urheberrechts. Er ist u.a. Mitbegründer von Creative Commons. Sein populärstes Buch ist “Freie Kultur”.
Er vertritt dort u.a. die Meinung, dass die Verwertungsgesellschaften in den letzten Jahren durch massive Lobbyarbeit einen unzumutbaren Rechtszustand herbeigeführt haben, welcher dazu führen wird, dass Kreativität und Kultur nachhaltig verhindert wird, was letztlich wieder der Gesellschaft einen großen Schaden zufügt.
Er ist nicht der Meinung, dass Urheber nicht mehr vergütet werden sollen. Er stellt allerdings fest, dass das Internet eine Wirklichkeit geschaffen hat, mit der das geltende Recht nicht mehr fertig wird. Als Reaktion werden durch die Gesetzesnovellen Millionen eigentlich rechtschaffender Bürger kriminalisiert. Lessig vergleicht das mit den Problemen des Grundstückrechtes bei Aufkommen des Flugverkehrs. Als es noch keine Flugzeuge gegeben hat, reichte das Grundstücksrecht unbegrenzt in den Himmel hinein. Dies wurde mit Aufkommen des Flugverkehrs zu einem Problem. Jeder Flug hätte mit jedem Grundstückseigentümer einzeln bezüglich der Überflugsrechte verhandelt werden müssen. Das hätte zum sicheren Ende der Fliegerei geführt. Ähnlich ist es tatsächlich mit der heutigen digitalen Technologie. Das absolute geistige Eigentum kollidiert massiv mit den technischen Möglichkeiten des digitalen Raumes.
Diese Möglichkeiten wurden bei Schaffung des Urheberrechtes nicht vorhergesehen. Die Gesetzgeber gehen nun auf Druck der Lobbiisten den Weg der Verschärfung des Urheberrechtes zu Lasten der Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten. Dies ist das Gleiche, als wenn man damals die Rechte der Grundstückseigentümer zu Lasten Flugzeuge durchgesetzt hätte. Ein ernstzunehmender Ausgleich der Interessen der Nutzer und der Urheber findet zurzeit jedenfalls nicht statt.
Lessig schlägt vor, nicht einen Weg des entweder oder zu gehen, sondern wenigstens den Versuch eines fairen Ausgleichs der Interessen zu unternehmen, weil die Gesellschaft als Ganzes dadurch massiv profitieren würde.
Seine konkreten Vorschläge:
Urheberrecht soll nicht mehr automatisch entstehen, sondern einen formalen Akt der Anmeldung erfordern. Dies schützt dann nur noch diejenigen, die den Schutz auch in Anspruch nehmen wollen und stellt nicht automatisch alles, was jemals produziert wurde unter Schutz. Es macht vor allem die Klärung der Recht für Nachbearbeitungen einfacher.
Urheberrecht soll nicht mehr einfach so für sehr lange Zeiten (zB 90 Jahre) gelten, sondern alle 5 Jahre mit einem sehr einfachen Antrag (verbunden mit einer symbolischen Gebühr) verlängerbar sein. Dadurch wird jeder Urheber dazu gebracht, regelmäßig darüber nachzudenken, ob er sein Werk nicht doch lieber gemeinfrei stellen möchte.
Kennzeichnungspflicht: Es soll klar erkennbar sein, was geschützt ist und was man einfach so verwenden kann. Was nicht gekennzeichnet ist, ist nicht geschützt.
Freie Nutzung: sicherlich die umstrittenste Forderung. Hier liegt aber auch das populärste Missverständnis zu diesem Thema. Hier ist nicht frei im Sinne von gratis gemeint. Lessig fordert ausdrücklich eine Vergütung für den Urheber. Allerdings sollte diese Pauschal und sehr einfach geregelt sein. Der Urheber soll nicht mehr bestimmen können, was nun genau mit seinem Werk geschieht. Er darf die Nutzung nicht mehr so ausführlich beschränken, wie das heute mit dem DRM geschieht. Wer sich die Lizenzbestimmungen von Napster oder iTunes ansieht, versteht was Lessig meint. Ein Napster Kunde zahlt, 9,99 Euro pro Monat für einen volumenmäßig unbegrenzten Download. Er muss aber bei der Nutzung hoch komplizierte Beschränkungen beachten, um sich nicht rechtswidrig zu verhalten. Er darf zB die Musik eigentlich nicht auf einem iPod abspielen. Hier verlangt Lessig klare Regeln. Wer nutzt, der soll zahlen, ist dann aber nicht mehr beschränkt in der Nutzung. Das ist was anderes als ein rechtsfreier Raum! Außerdem wären dann endlich auch Werke, wie “Lord of the Weeds” (zu sehen u.a. auf youtube) nicht mehr durch Filmgesellschaften verhinderbar. Das wäre durchaus ein Gewinn.
Ich halte die Vorschläge Lessig für wegweisend. Die aktuelle Rechtslage auch in Deutschland ist zu einseitig auf die Interessen der Verwertungsgesellschaften gerichtet. Die PIRATEN haben sich die Forderungen Lessigs zu eigen gemacht. Sie werden dafür immer wieder auf übelste und polemische Art in die Ecke gestellt und es wird ihnen vorgeworfen, den Ruin der Urheber im Sinn zu haben. Das Gegenteil ist richtig. Die Umsetzung der Forderungen der Piraten würden den Urhebern ziemlich sicher mehr Geld einbringen als der heutige Zustand der Kriminalisierung von Millionen von Menschen. Die immer noch eher schwache Nutzung der Möglichkeiten des legalen kostenpflichtigen Downloads hängen auch mit dem DRM-Wahnsinn zusammen.
Dieses Buch gehört jedenfalls in den Bücherschrank jedes PIRATENS (nachdem er es natürlich gelesen hat).
Als Reaktion auf meine eigenen Berichte und die Berichterstattung in der Presse auf mein Engagement bei den PIRATEN habe ich immer wieder die Frage gestellt bekommen, ob ich eigentlich nicht als Vorstandsvorsitzender genug zu tun hätte, dass ich mich auch noch politisch engagieren müsste.
Diese Frage ist natürlich berechtigt.
Mein Job bindet mich zwischen 50-70 Stunden in der Woche. Das ist seit 17 Jahren so und ich denke nicht, dass sich das künftig ändern wird.
Hinter der Frage verbirgt sich auch die Vorstellung, dass man ganz erheblich an Zeit aufwenden muss, um sich politisch zu betätigen. Ich kenne das Innenleben der übrigen Parteien nicht und ich bin auch bei den PIRATEN noch nicht lange dabei. Aber ich habe bei den PIRATEN eine Besonderheit wahrgenommen, die ich sehr schätze: Man kann mit einem kleinen zeitlichen Einsatz eine Menge bewegen.
Das liegt auch daran, dass sich die PIRATEN sehr stark über das PIRATEN-WIKI organisieren. Dieses Wiki ist eins der aktivsten, das ich jemals gesehen habe. 4.500 registierte Nutzer erzeugen deutlich über 1.000 Bearbeitungen pro Tag. Überhaupt erinnert die Parteiorganisation sehr stark an die Struktur und Methodik von Open Source Software Projekten und offenen Projekten, wie Wikipedia oder Open-Street-Maps. Jeder kann hier dann, wann er Zeit und Lust hat, wertvolle Beiträge leisten. Jedes Talent findet hier ein Betätigungsfeld.
Die Treffen im realen Leben finden unter anderen bei den Stammtischen statt. Auch diese werden über die Wikis vorbereitet und protokolliert, wie man auch schön an dem Bielefelder Stammtisch sehen kann. Ich finde die Effizienz dieses Stammtisches jedenfalls bemerkenswert. Parallel wird das ganze noch, wie auch in anderen offenen Projekten mit Mailinglisten begleitet, was noch weiter zur Effizienz beiträgt.
Bei den Piraten scheint es eine Menge Menschen zu geben, die sich sowohl mit Kleinbeiträgen als auch mit sehr viel Zeiteinsatz einbringen. Es ist hier gerade nicht so, dass wenige viel machen und der Rest nur staunend konsumiert.
Ich selber werde einen Abend pro Monat in die PIRATEN investieren. Nur jetzt vor der Bundestagswahl werden es eher 2-3 Abende pro Monat sein. Das machen viele aus dem Bielefelder Stammtisch ähnlich. Ein paar engagieren sich auch deutlich stärker.
Ich strebe weder ein Amt noch ein Mandat bei den PIRATEN an, werde aber gerne an der Basis mithelfen, politisch zu wirken. Und ich würde es richtig gut finden, wenn Organisationsformen, wie bei den PIRATEN dazu führen würden, dass sich wieder mehr Menschen an der Politik beteiligen und zwar gleichgültig für welche der zugelassenen Parteien. Schaden würde das unserer Gesellschaft jedenfalls nicht.
Am 30.7.2009 findet um 19:00 der erste Lippische Stammtisch der PIRATEN in Detmold im Stuck statt. Hier sind nicht nur Mitglieder der PIRATEN willkommen, sondern alle die sich für die Partei oder deren Themen interessieren. Weitere Informationen dazu gibt es hier im PIRATEN-Wiki.
Die Lippische Landeszeitung hat heute über den kommenden Stammtisch berichtet und auch einen Kommentar zu den PIRATEN gebracht:
Ich habe eine freundliche Genehmigung der LZ zur Veröffentlichung des Artikels hier. Wer nicht nur durch Verlinkung, sondern durch Einbindung der Bilddateien in einem anderen Medium den Artikel veröffentlichen möchte, braucht eine eigene Genehmigung der LZ dazu.
Es ist zwar nicht richtig, dass ich zu dem Stammtisch einlade, sondern die PIRATEN, die ich hier als Mitglied vertreten habe, aber ich bin ganz froh über diese neutrale bis postive Berichterstattung über die PIRATEN, so dass ich diesen kleine Fehler verzeihlich finde.
Untertitel: Von Lust und Frust, in der Krise zu sein
Ich war bereits zwei Mal auf Island (2001 und 2004) und bin ein großer Fan dieser Insel. Die Landschaft ist einfach monumental und die Mentalität der Isländer hat mir auch sehr gefallen. Das sind im Prinzip Norddeutsche mit einer für usn merkwürdigen Sprache. Vor allem ist es im Sommer dort nicht zu warm.
Nächste Woche werde ich das dritte Mal Island besuchen und da kam mir dieses Buch zur Vorbereitung gerade recht. Ich hatte schon vor diesem Buch einiges zu der Krise auf Island gelesen, vor allem in der brandeins.
Es wird einem ziemlich mulmig bei der Lektüre. Es wird beschrieben, wie es zu der Krise kam und vor allem, was sie nun konkret für die Menschen auf Island bedeutet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in der Finanzkrise ist hier nicht eine einzelne Bank, sondern gleich das komplette Bankensystem kollabiert. Das betrifft dann eben nicht nur ein paar Spekulanten, sondern jeden in diesem Land. Die Arbeitslosigkeit ist genau so hoch geschnellt, wie der Kurs der isländischen Krone herunter gerauscht ist. Die privaten Ersparnisse sind flächig vernichtet, die Schulden durch eine in Island übliche Fremddevisenbindung förmlich explodiert. Die Ursachen für die Krise sind auf Island die gleichen, wie im Rest der Welt, hier sind sie auf Grund der geringen Größe der Volkswirtschaft nur viel ungebremster eingeschlagen.
Die Schilderung der Krise wird dadurch sehr viel fassbarer, weil sie auch anhand konkreter Lebenslaufbeispiele beschrieben wird. Dadurch verliert sich die Abstraktheit und schafft eine beklemmende Atmosphäre, obwohl die beschriebenen und interviewten Isländer kaum Selbstmitleid zeigen.
Mulmig wird einem auch deswegen, weil man ja nicht weiß, ob nicht Island nur ein Prototyp dessen ist, was auf die anderen westlichen Industrienationen noch wartet. Wenn das so wäre, kann es noch verdammt ungemütlich werden.
Letzten Samstag habe ich einen für mich eher untypischen musikalischen Ausflug in meine Jugendzeit gemacht. Extrabreit haben in Detmold am Herrmannsdenkmal gespielt und ich war als Zuschauer dabei. Die Jungs waren zwar sichtlich in die Jahre gekommen aber immer noch erstaunlich gut. Einige Lieder haben mir live in den vorsichtig überarbeiteten Fassungen besser gefallen als in den alten Studioversionen.
Ich habe das Konzert zum Anlass genommen ein bisschen bei Wikipedia über die Band nachzulesen und bin darauf gestoßen, dass Kai Havaii ein autobiografisches Buch geschrieben hat, was sehr gute Kritiken bekam. Ich habe es mir dann mal besorgt.
Das Buch ist richtig gut. Havaii hat eine drehbuchartige Schreibe, die mir sehr gut gefällt. Er zeichnet ein Leben, dass mehr Höhen und Tiefen gesehen hat, als die meisten anderen Menschen die ich kenne. Vom Niemand zum Superstar zum Junkie, in den Knast, zu Comeback Versuchen: das ist mehr als die meisten überleben würden.
Gunter Dueck räumt mit allen Lehren der traditionellen Karriereleitfäden auf. Er behauptet, dieses Buch sei eine Ironie. In seiner eigenen Besprechung des Buches stellt er fest, dass das Manager-Magazin in der Buchbesprechung gar nicht gemerkt hat, dass dieses Buch nicht ernst gemeint ist und es allen Ernstes als einen Ratgeber bezeichnet.
Nun ja, dass mit der Ironie ist bei diesem Werk so eine Sache. Ich fürchte, dass die dort ausgesprochenen Empfehlungen für einen schnellen Aufstieg in vielen Unternehmen so ziemlich das Wirkungsvollste ist, was jemals zu diesem Thema geschrieben wurde.
Dueck beschreibt die unterschiedlichen Anforderungen für die Karrierestufen des Abteilungsleiter, des Mittel- und des Topmanagements. Keine der Stufen kommt dabei besonders gut weg. Im wesentlichen empfiehlt er die jeweils für die Karrierstufe passende Neurose so gut wie möglich zu schauspielern, bis man dann endlich am Ziel seiner Träume sich ganz der mansichen Selbstliebe hingeben darf.
Dabei fehlen natürlich nicht die Beschreibungen der Rituale der Wirtschaft, die jeder zur Genüge schon selber erlebt hat. Praktischerweise schreibt er gleich die passenden Musterreden für die unterschiedlichen Managertypen. Die ironische Überspitzung ist dabei minimal.
Dieses Buch ist deswegen so wertvoll, weil es die viele Verhaltensweisen ungeschminkt beschreibt, die zu aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise geführt haben. Es ist ein bisschen wie eine Immunisierungskur gegen eine Art von Karrierristen, die eigentlich immer allen schaden und nur Katastrophen verursachen.
Ich fürchte nur, als Leitfaden für eine Direktkarriere wird es immer weniger taugen. Jedenfalls möchte ich das in meinem Optimismus glauben.
Weiter gehts mit dem 2. Teil. Den ersten findet ihr hier. Es wird noch mindestens einen dritten Teil geben.
FR: Ich habe den Eindruck, dass die Politiker insgesamt nur sehr schwach auf die Technikkompetenten, vor allem auf die Blogger reagieren und sich kaum darum kümmern, was sie so sagen. Teilst Du diesen Eindruck und wenn ja, worauf führst Du das zurück?
MB: Wir haben immer noch eine digitale Spaltung in unserer Gesellschaft. Und in der Politik scheint die digitale Spaltung noch ausgeprägter zu sein. Das liegt auch an dem hohen Durchschnittsalter unserer Politiker. Es gibt über alle Fraktionen hinweg wenige Politiker, die über Netz-Kompetenz verfügen und eine Technologie-Folgeabschätzung ihrer Gesetze richtig treffen können. Leider wird auch zu wenig Netz-Expertise von Außen eingeholt. In den Anhörungen zu Netzpolitik-relevanten Gesetzen sitzen in der Regel nur Juristen, aber kaum Techniker und schon gar keine Blogger. Gleichzeitig leben viele Politiker noch in der alten Medienwelt und sehen das Internet nur als großen Gefahrenherd. Hier erleben wir eine breite Kluft zwischen den Menschen, die das Netz in ihr Leben integriert haben und denjenigen, die von außen mit vielen Ängsten auf diese neue digitale Gesellschaft blicken. Wünschenswert wäre ein größerer Dialog zwischen diesen beiden Gruppen, um bessere Rahmengesetzgebungen für die digitale Gesellschaft zu schaffen.
FR: Diese Begründung, dass die Politiker einfach keine Ahnung vom Netz haben, hört man ziemlich häufig von Bloggern. Könnte es nicht auch eine Rolle spielen, dass Politiker Blogger einfach nicht ernst nehmen, weil sie sich immer nur auf sich und ihre Bloggerei beziehen und schwierige Themen wie beispielsweise Sozial- Sicherheits- und Wirtschaftspolitik schlicht nicht in der Blogosphere stattfinden? Don Alphonso argumentiert ja immer wieder mal in diese Richtung.
MB: Warum sollten Politiker nicht auf Blogger bei Netz-relevanten Themen hören? Immerhin wissen diese oft kompetent über das Thema Bescheid und stehen Politiker-Anfragen auch offen gegenüber. Nur kommen diese nicht. In der Sozial- Sicherheits- und Wirtschaftspolitik hören Politiker doch auch gerne Experten aus den jeweiligen Themenfeldern an. Die genannten Themen werden übrigens noch recht gut vom traditionellen Journalismus behandelt. Natürlich wäre es schön, wenn mehr Blogger darüber schreiben werden. Aber im Bereich der Netzpolitik gibt es im traditionellen Journalismus eher wenig Berichterstattung und Blogger füllen diese Nische. Das Thema Netzpolitik ist im Übrigen nicht weniger schwierig oder weniger komplex als andere politische Themen. Wenn Politiker den Rat von Experten nicht ernst nehmen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie im Gegenzug von diesen weniger Ernst genommen werden. Insofern teile ich die Argumentation nicht, dass Politiker nicht auf Blogger im Themenfeld Netzpolitik hören, nur weil diese nicht auch soviel über Sozialpolitik schreiben.
FR: Ich glaube, jetzt nähern wir uns einem kritischen Punkt. Ich bin selber begeisterter Blogleser. Außer Deinem Blog netzplitik.org wüsste ich jetzt aber wirklich keinen weiteren, dem ich heute auf Anhieb ansehe, dass sich dahinter Expertise in Netzpolitik verbirgt. Machen es nicht die meisten anderen Blogger den Politikern es unglaublich schwer, hinter den zum Teil heftig polemischen Beiträgen Expertise zu erkennen?
MB: Ich kenne viele gute politische Blogs innerhalb meines Themenfeldes. Viele davon sind nicht aus Deutschland und fast alle deutschsprachigen konzentrieren sich auf ein Nischenthema innerhalb der Netzpolitik und zeigen dort eine Menge Expertise. Diese aggregieren wir meist auf netzpolitik.org. Dazu gibt es Unmengen an weiteren Blogs. Viele Blogger schreiben über Themen, die sie interessieren. Das ist oftmals klassische Anschlusskommunikation, die es früher auch schon gab. Aber die Kommunikation und die damit manchmal verbundene Polemik wurde früher oft nicht sichtbar, weil sie nur am Stammtisch oder im Bekanntenkreis artikuliert wurde. Ein Politiker sollte daher in der Regel in der Lage sein, Expertise auch bei Bloggern zu erkennen, wie bei “normalen” Bürger-, Journalisten- oder Lobbyistenanfragen auch.
FR: Kannst Du ein paar Beispiele konkret benennen?
Um nur mal eine handvoll Beispiele zu bringen: Alvar Freude bloggt über Netzzensur auf blog.odem.org, Patrick Breyer über Datenschutz auf daten-speicherung.de, zum selben Thema bloggt auch Jens Ferner auf datschutzbeauftragter-online.de, Rechtsfragen der Informationsgesellschaft thematisiert telemedicus.de und ebenfalls über juristische Netzpolitik-Themen bloggt Thomas Stadler auf internet-law.de. Dazu kommen noch viele gute Blogs, die einen viel breiteren Themenfocus haben und manchmal was Gutes zu Netzpolitik bloggen.
FR: Dann haben wir es ja mindestens mit zwei unterschiedlichen Problemem zu tun. Es gibt kompetente Blogger im Bereich Netzplitik, auf welche die Politik nicht hört und dann haben wir die ganzen kompetenten jungen Menschen, die sich sehr gut mit den vielfältigen anderen politischen Feldern auskennen aber nicht darüber bloggen. Hast Du eine Idee, warum man diese im Internet so gut wie nicht finden kann?
MB: Ich wundere mich z.B. seit Jahren, warum es noch kein gutes Umweltschutz-Blog in Deutschland gibt. Dabei gibt es viel mehr, auch junge, Experten rund um das Thema als in der Netzpolitik. Diese nutzen wahrscheinlich noch nicht so sehr das Netz, um auch zu senden, sondern eher als Informations- und Kommunikationsraum. Das wird sich sicherlich noch ändern.
FR: Hast Du den Eindruck, dass das politische Engagement bei den Internetnutzern gerade anwächst?
MB: Ja und das freut mich sehr. Vor einigen Jahren konnte man “die üblichen Verdächtigen” in der Netzpolitik an wenigen Händen abzählen. Angefangen hat es richtig mit der Kampagne gegen Softwarepatente Anfang des Jahrtausends, die tatsächlich auf EU-Ebene und durch das Netz vernetzt diese Gesetzgebung aufgehalten und verhindert hat. Die Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung brachte dann 2007 15.000 Menschen zu einer Demonstration für digitale Bürgerrechte in Berlin zusammen. 2008 steigerte sich das noch auf rund 70.000 Demonstranten vor dem Brandenburger Tor und rund 34.000 Menschen schlossen sich der größten Massenklage in der Geschichte des Bundesverfassungsgericht gegen die Vorratsdatenspeicherung an. Und dieses Jahr haben 134.000 Menschen die größte ePetition in der Geschichte des ePeitionsservers des deutschen Bundestages gezeichnet. Im Rahmen der Zensursula-Kampagne haben sich viele zum ersten Mal politisch im Netz geäußert. Nicht alle davon tun das regelmäßig, die meisten nur wenige Male, aber es ist trotzdem ein Zeichen dafür, dass das politische Engagement bei den Internetnutzern anwächst. Es wurde auch endlich Zeit, dass viele sich einmischen und Stellung beziehen: Aktuell werden die Rahmenbedingungen für die digitale Gesellschaft geschaffen. Und das von Politikern, die im digitalen Zeitalter noch nicht angekommen sind. Das betrifft uns Alle, die wir schon das Netz in unser Leben integriert haben.
Ich nehme mal an, dass so ziemlich jeder Blackberry Nutzer sich schon mal durch einen iPhone Yuppie vorführen lassen musste, weil es für das iPhone so viele Applikationen gibt und für Blackberry so gut wie nix.
Mein Bruder hat am Wochenende mal ein bisschen recherchiert und eine sehr schöne Aufstellung von hilfreichen Blackberry Apps erstellt. Damit kann man wenigstens bei den wichtigsten Anwendungsgebieten ein bisschen die Lücke zu den Bionadetrinkern schließen.
2 wichtige Apps würde ich seiner Liste noch hinzufügen:
Xing, einfach www.xing.com im Blackberry als url nehmen, dann wird der Downloadlink angezeigt.
Alt ist er bei mir nicht geworden und ich bin nicht unzufrieden mit dem Teilchen. Aber das Bessere ist des guten Feind. Ich werde doch wieder auf eine Mediacenterlösung umsteigen und deswegen muss er raus. Ich habe ihn gerade bei amazon für 349 Euro gelistet.
In meinem Blog findet das Interview von Markus Beckedahl im Rahmen des Buchprojektes DNAdigital Politikbuches statt. Das heißt in diesem Falle ausnahmsweise: Ich interviewe Markus. Das ist für mich mal ein interessanter Seitenwechsel.
Ulrike Reinhard die Herausgeberin des Buchs sagt über die Stoßrichtung dieses Projektes:
“Eine Generation, die Nachts ihr Handy nicht ausstellt und morgens unmittelbar nach dem Aufstehen nachsieht, was über MSN, Mail oder SMS reingekommen ist, die wie bescheuert ihre XING/StudiVZ/Facebook-Accounts pflegt, muss sich von einer Politikergeneration, die sich das Internet ausdrucken lässt, fundamental missverstanden fühlen. Es geht also gar nicht so sehr um politisch-ideologische, sondern um kulturelle/Lifestyle-Differenzen. Anders als in den 70ern, als viele der damals jungen 68er zum Beispiel in die Volkspartei SPD strömten und die Partei erneuerten, ist die vergleichbare – heute wegen des demografischen Wandels radikal kleinere – Alterskohorte der 20-35-Jährigen in den etablierten Organisationen (Parteien, Gewerkschaften, Kirchen,...) unterrepräsentiert mit der Folge, dass die kulturelle Kluft zunimmt.
Wir wollen mit dem Buch eine Brücke bauen ….”
Das Interview hier findet in so einer Art Fernschachpartie statt. Ich stelle eine oder mehrere Fragen und Markus Beckedahl wird sie dann beantworten. Ich stelle dann die nächsten Fragen usw.
Für die Wenigen, die nicht wissen, wer Markus Beckedahl ist und nicht zu den regelmäßigen Lesern von netzpolitik.org gehören, gibt es hier Infos zu ihm: Markus BeckedahlW
Ihr könnt hier gerne mitdiskutieren oder Fragen stellen.
Und los gehts gleich mit den ersten Fragen:
Frank Roebers: Was ich spannend fand, war das Interview mit der Initiatorin der Petition gegen die Änderung des Telemediengesetzes (Internetsperren gegen kinderpronografische Inhalte) und Ursula von der Leyen in der Zeit-Online vom 25.6.2009.
Da hat Ursula von der Leyen gesagt:
“Ich meine: 134.000 Zeichner, das ist schon etwas. Aber es gibt 40 Millionen Internetnutzer. Jetzt beginnt die Phase, in der man erkennen wird, ob Sie nachhaltig dranbleiben. Politik besteht aus Meinungsäußerung, aber danach muss man sich Mehrheiten suchen und auch Alternativlösungen anbieten. Das ist das Entscheidende.”
Hat sie damit nicht Recht? Die Internetnutzer haben nun endlich entdeckt, dass man auch politisch aktiv werden kann. Der Erfolg war sensationell. Aber es war eben nur eine relativ kleine Minderheit, die hier ihren Willen ausgedrückt hat. In einer Demokratie regieren aber Mehrheiten. Hat man sich erst überschätzt und giftet nun schmollend gegen die Verabschiedung des Gesetzes, statt sich weiter gestaltend an der Willensbildung zu beteiligen?
Markus Beckedahl: Die Debatte rund um die Zensursula-Gesetzgebung wurde von einer kleinen, aber sehr informierten Öffentlichkeit geführt. Das Thema ist äusserst komplex und mit dem sehr polarisierenden Thema Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet befand man sich immer mit einem Schritt in der (medialen) Falle, Kinderpornographie doch zu verharmlosen und zu unterstützen. Trotzdem haben mehr Menschen diese Petition unterstützt als jede andere Online-Petition zuvor. Sie haben offen gesagt: Wir wollen alle Kinderpornographie bekämpfen, aber die von der Politik gewählten Mittel sind falsch, helfen wenig beim gemeinsamen Ziel und gefährden unsere Grundrechte durch die Einführung einer Zensurinfrastruktur. Ich freue mich, dass dieses Thema soviele Menschen mobilisiert hat, sich Gedanken über die Digitale Gesellschaft zu machen, sich zu vernetzen und ad-hoc über soziale Medien zu organisieren und gemeinsam eine Opposition gegen diese Gesetzgebung zu bilden. Und ich hoffe, dass viele dabei bleiben, sich nicht demotivieren lassen von einer Politik, die nicht zuhören will, sich nicht auf gute Argumente einlässt und die digitale Welt nicht verstehen will. Wir müssen uns gemeinsam unsere digitalen Grundrechte zurück holen, die uns schleichend in den letzten Jahren genommen wurden.
FR: Ich bin mir nicht sicher, ob Du mit der Meinung, dass die Politik nicht zuhören will, richtig liegst. Ich habe eher den Eindruck, sie hört sehr wohl zu, kommt aber zu anderen Schlussfolgerungen. Die Politiker haben sich nach den Mehrheiten zu richten und diese schweigt entweder zu diesem Thema oder ist eindeutig für das Sperrgesetz. Die Politiker bekommen nun die Meinung einer kleinen Elite deutlich zu hören. Wären sie denn gut beraten, sich nach ihr zu richten?
MB: In der Zensursula-Debatte wurde zwar manchmal von einigen hingehört. Das wurde aber vor allem dazu genutzt, den vorher eingeschlagenen Weg besser zu verkaufen, indem man artikulierte, man habe doch Kritik aufgenommen. Viele in der Politik haben sich aber gar nicht an der Diskussion beteiligt. Im Endeffekt wurden die Mehrheiten für die Abstimmung mit der Bild-Zeitung als Drohkulisse beschafft. Eine richtige und rationale Debatte über das Thema und die richtigen Massnahmen war kaum möglich, wenn das Hauptargument ist “Wenn nur ein Kind durch diese Massnahmen geschützt werden kann, müssen wir es tun”. Kein Wunder, dass die schweigende Mehrheit dafür ist, die zudem nicht wirklich in der Lage ist, Technologiefolgeabschätzung bei der Einführung einer Zensurinfrastruktur zu machen. Das war nicht die informierte Öffentlichkeit bei diesem Thema, die Technik-Kompetenten waren fast einhellig anderer Meinung. Ich hätte es besser gefunden, die Politik hätte vorher die Debatte mit interessierten Öffentlichkeiten gesucht, wie man Kinderpornographie im Netz effektiv bekämpfen kann. Das hätte andere Antworten geliefert. Unter den Voraussetzungen der Debatte haben die neuen Öffentlichkeiten im Netz gezeigt, dass viel Potential vorhanden ist, sich irgendwann, z.B. mit professionelleren Infrastrukturen, Mehrheiten zu organisieren. Man muss ja berücktsichtigen, dass fast alles Engagement ehrenamtlich und in extrem kurzer Zeit erfolgt ist. Das war schon ein ziemlicher Achtungserfolg, zum Schluss die Debatte zumindest medial etwas zu drehen.
Ich habe mir nun endlich eine Spiegelreflexkamera gekauft. Deswegen möchte ich nun meine alte Kamera verakufen. Ich habe sie gerade bei amazon für 179 Euro gelistet:
Die Produktbeschreibung dort sagt fast alles, was ich dazu schreiben würde. Das Ding ist wirklich gut. Wer gute Bilder schießen möchte, ohne gleich ein Fotografiestudium absolvieren zu müssen, wird damit sehr zufrieden sein. Am meisten hat mich die Anti-Verwackelfunktion begeistert. Wer Bilder sehen möchte, die ich damit geschossen habe, kann mal bei Flickr in meinem Account reinschauen.
Ich bekomme immer zu hören, dass meine Generation (die ich jetzt mal willkürlich als die 35-45 jährigen definiere) im Gegensatz zu den sogenannten Digital Natives total rückständig bei der Nutzung von Web 2.0 sei. Diese jungen Menschen sind schließlich im Gegensatz zu uns mit dem Internet aufgewachsen und hätten deswegen einen total intuitiven und genialen Umgang mit den im Internet zur Verüfgung stehenden Werkzeugen.
Die ersten Zweifel schlichen sich bei mir ein, als ich ein wenig die Rap-Kapelle meines Cousins “Premium League” unterstützt und beraten habe. Die Jungs sind zwischen 20-25 Jahre alt. Ich war schon nach kurzer Zeit ein wenig irritiert. Als ich vorgeschlagen habe, eine Bandseite gleich als Social Network bei ning einzurichten, erntete ich ziemliche Ratlosigkeit. Das Thema bloggen saß auch nicht so recht und ich konnte sie bis heute nicht so recht motivieren, dass als festes Kommunikationswerkzeug mit den Fans zu nutzen. Das ging immer genau so lange gut, wie ich druckvoll an die Segnungen der Bloggerei erinnert habe. Wenn ich auch nur 2 Wochen nix sage, wird auch nicht mehr gebloggt. Twitter habe ich einmal angesprochen und den erwiderten Gesichtsausdruck zum Anlass genommen, dass Thema nicht noch mal anzusprechen.
In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber in Deutschland und Europa jegliches Maß verloren, wenn es um Eingriffe in verfassungrechtlich geschützte Freiheiten geht. Die aktuellen Beispiele (Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, Internetsperre zur Bekämpfung von Kinderpornografie, Beschluss der Innenministerkonferenz zum Verbot von “Killerspielen”) zeigen eine Richtung, die nicht nur bei mir, sondern bei einer wachsenden Anzahl von Menschen Widerstand auslöst.
Ich habe die Petiton gegen die geplanten Internetsperren mitgezeichnet und war entsetzt, dass ich mir danach in Interviews unserer Familienministerien und des Wirtschaftsministers vorwerfen lassen musste, ich wäre gegen eine wirksame Bekämpfung der Kinderpornografie. Im Text der Petition steht genau das Gegenteil:
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.
Die Petition richtet sich gegen den Gesetzentwurf, weil er erstens ungeeignet ist, Kinderpornografie im Netz wirksam zu verhindern und vor allem weil das Bundeskriminalamt keinerlei Kontrolle bei der Einrichtung und Führung der Sperrlisten unterliegt.
Es geht voran bei dieser Seite. Das Grundgerüst steht, die meisten dynamischen Inhalte sind eingebunden, allerdings zeigen sich ein paar technische Probleme, die nicht so leicht zu lösen sind. Ich habe für diese Seite Worpress sowohl als Blog als auch als Content-Management Seite genutzt. Die Einbindung von Widgets macht leider deutlich mehr Schwierigkeiten als ich erwartet hatte.
Im Gegensatz zu Dawkins Buch “Gotteswahn” wird hier eine Brücke zwischen Atheisten und religiösen Menschen geschlagen. Schnabel befasst sich an vielen Stellen dieses Buches mit den Argumenten von Dawkins und ich muss zugeben, dass er es geschafft hat, hier deutlich meine Meinung weg von Dawkins zu bewegen. Im Lichte von Schnabels Buch erscheint Dawkins ein mindest so voreingenommener Eiferer zu sein, wie es einige religiöse Fundamentalisten auch sind.
Schnabel befasst sich nicht mit der Frage, ob es einen Gott gibt und welche Religion die richtige ist, oder aber ob Atheisten mit ihrer Leugnung richtig liegen. Man erfährt hingegen sehr viel darüber, in welchen Facetten Religion und Glauben das Leben der Menschen beeinflussen. Schnabel schlägt einen weiten Bogen von der Hirnforschung, über die Evolutionsbiologie, der Theologie zur Philosophie. Er schildert die Schattenseiten der Religionen genauso wie die positiven Effekte. Insgesamt bleibt er dabei ziemlich ausgewogen. Bemerkenswert finde ich die Kombination aus fachlicher Tiefe mit leichter Lesbarkeit.
Er schafft es immer wieder, dass man das Buch für eine Weile zum Nachdenken weglegt und seine eigenen Positionen zu diesem Thema intensiv hinterfragt. Es dürfte eines der wenigen Bücher zu diesem Thema sein, welches nicht nach wenigen Seiten von Anhängern der beiden oft sehr unversöhnlich gegenüberstehenden Lager wutentbrannt in die Ecke geworfen wird. Und das allein ist eine beachtliche Leistung.
Mladinov ist nicht nur ein Physikprofessor, der am Caltech Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik lehrt, sondern auch der Co-Autor von Stephen Hawking bei dem Buch: Die kürzeste Geschichte der Zeit Das ist zwar auch schwere Kost, aber noch das am leichtesten zu verstehende Buch von Hawking.
Ich bin ein bisschen gespalten, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits sind die Kapitel über Wahrscheinlichkeitsrechnung in großen Teilen für mich unverständlich geblieben, obwohl ich mich wirklich angstrengt habe. Ein paar Dinge habe ich verstanden, die mir vorher so noch nicht klar gewesen sind, aber z.B. die Ausführungen zu dem Bayeschen Theorem sind echt zu heftig. Ich habe mir ein Zitat zum Trost gemerkt: Es gibt kein anderes Gebiet in der Mathematik, dass auch die größten Experten zu mehr schweren Fehlern verleitet, wie die Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Im Teil Statistik ist mir dann auch klar geworden, woran das Problem der Verständlichkeit liegt. Aufgrund meiner Six Sigma Ausbildung kenne ich mich in Statistik ganz gut aus. Mit diesem Hintergrundwissen, versteht man auch alles ganz gut, was Mladinov schreibt. Ich fürchte, wem dieses Wissen fehlt, wird auch in diesem Kapitel oft die Ausführungen nicht nachvollziehen können. Vielleicht ist es einfach nicht möglich, Physik oder Mathematik populärwissenschaftlich ohne Formeln und den mathematischen Hintergrund zu beschreiben, ohne entweder gefährlich oberflächlich oder unverständlich zu werden.
Die zweite Hälfte des Buches hingegen ist auch ohne wissenschaftlichen Hintergrund mühelos nachzuvollziehen. Hier beschreibt er, wie schwach Menschen darin sind, Zufälle zu erkennen und mit ihnen richtig umzugehen. Wir haben eine überstarke Neigung, Muster auch in zufälligen Ergebnissen zu erkennen und ziehen daraus oft Fehlschlüsse. Mladinov liefert hier zahlreiche Besipiele und wertvolle Empfehlungen, wie man mit dem Einfluss des Zufalls am Besten umgehen sollte. Die verrate ich hier aber nicht, kauft einfach über den Link unten das Buch und lest selber.
Ost und West-Deutschland haben auch nach 20 Jahren nach der Wiedervereinigung noch deutliche Unterschiede in der Mentalität. Wir machen gerade zum zweiten Mal innerhalb von 5 Jahren Urlaub auf Rügen. Dort haben wir gestern Rüganer kennengelernt, die uns dann spontan zum Grillen nach Hause eingeladen haben.
Ich meine damit fängt das doch schon an. Wie wahrscheinlich ist das in unserer Heimatregion Ostwestfalen Lippe, dass man von Einheimischen nach nur 30 minütiger Kennenlernphase noch am gleichen Tag nach Hause zum Grillen eingeladen wird? Ich halte das nicht für völlig ausgeschlossen. Allerdings dürfte das ungefähr genauso wahrscheinlich sein, wie dass sich in 10 km Höhe über der Erde ein Wal aus dem Nichts materialisiert und über seine Existenz grübelnd zu Boden stürzt.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die Erkenntnis, dass Arbeitsergebnisse immer einer gewissen Streuung unterliegen, in Führungsprozessen berücksichtigt wird. Dies führt zu teils verhängnisvollen Schussfolgerungen und Entscheidungen.
Mladinov erzählt in seinem Buch, wie der Psychologieprofessor Kahneman in den 60er Jahren den Auftrag bekommen hat, vor israelischen Luftwaffenausbildern einen Vortrag über Verhaltensänderung zu halten. Er betonte in seinem Vortrag, die bis heute verbreitete Hypothese, dass eine Belohung von positiven Verhalten verstärkend wirkt, Bestrafung hingegen nicht.
Dem widersprachen die anwesenden Fluglehrer vehement. Diese Behauptung würde sich in keinster Weise mit ihren eigenen Erfahrungen decken. Immer wenn sie einen Flugschüler für ein besonders gelungenes Manöver loben, fliegt er am nächsten Tag schlechter. Wenn sie hingegen einen Fugschüler wegen miserabler Leistungen anbrüllen haben, fliegt er am nächsten Tag besser.
Ich habe mir ja schon mehrfach die Zähne an Hawking ausgebissen und meine frustrierenden Erlebnisse als Leser hier beschrieben. Eine kurze Geschichte der Zeit war für mich völlig unverständlich und hat mich an meinem Verstand zweifeln lassen.
Schon besser bin ich mit Die kürzeste Geschichte der Zeit klar gekommen, aber auch das war schon sehr schwere Kost. Irgendwie lässt mich das Thema aber nicht los. Und nach dem 2. Lesen von Simon Singhs Big Bang fühlte ich mich zu einem neuen Anlauf motiviert und habe mir dieses Buch über Hawkings Ideen vorgenommen, in der Hoffnung, dass seine Ideen durch andere Autoren verständlicher beschrieben sein könnten als durch ihn selbst.
Diese Hoffnung hat sich zumnindest zum Teil erfüllt. Das Buch beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung von Hawkings bisherigen Leben und steigt dann gleich in de Materie ein. Es geht im Wesentlichen um das Urknall Modell und den aktuellen Stand der Wissenschaft zu diesem Thema, zu dem Hawking Wesentliches beigetragen hat. Die neuen Modelle sind sehr kompliziert und ohne sehr weitreichende mathematische Kenntnisse nicht zu verstehen. Vaas unternimmt den Versuch, das Thema weitgehend ohne Mathematik zu erklären und scheitert damit, wie viele ander Autoren vor ihm. Man bekommt als Leser einen Überblick über die Kernideen und die Diskussionstände dazu und bleibt immer wieder verwirrt zurück. Ich zumindest habe den Eindruck gewonnen, dass man seit Einstein, Bohr, Schrödinger und Heisenberg nicht deutlich weiter gekommen ist und sich in immer weiter sich verkomplizierenden Modellen verliert.
Wenn ich das richtig verstanden habe, scheint Hawkings wesentliche Leistung zu sein, dass er das Pfadintegral Modell der aufsummierten Möglichkeiten, welches Richard Feynman für Quanten entwickelt hat, auf das gesamte Universum anwendet.
Die imaginäre Zeit, die Hawking eingeführt hat, um eine Singularität beim Urknall zu vermeiden, habe ich jedenfalls auch dieses Mal nicht kapiert. Vielleicht sollte ich es einfach sein lassen, es auch nur zu versuchen.
Seit einigen Monaten betreibt Google mit Knol eine Wettbewerbsplattform zu Wikipedia vorerst noch im Beta-Stadium. Die beiden Projekte haben durchaus ähnliche Ziele und deswegen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Gemeinsamkeiten, die Unterschiede und vor allem auf die Vor- und Nachteile zu werfen.
Was sofort auffällt, ist dass Knol nicht mal ansatzweise so transparent ist, wie Wikipedia. Man kann nicht so ohne Weiteres einfach mal nachschauen, wieviele Nutzer Knol hat, was die letzten Bearbeitungen waren und wie viele Artikel es überhaupt auf Knol gibt. Beim Einstieg über die Themenportale findet man nur sehr fragementarisch Inhalte. Es scheint überhaupt so zu sein, dass eine systematische Einordnung des dort gespeicherten Wissens nicht so eine herausragende Rolle spielt.
Wikipedia hingegen ist sehr transparent. Über die Spezialseite “Statistik” und über “Letze Änderungen”, sowie zahlreiche andere Seiten kann man sehr deutlich sehen, wie aktiv und dynamisch Wikipedia ist. Ich nehme mal an, dass Knol hier bei einem direktem Vergleich der Zahlen so schlecht abschneiden würde, dass man das lieber nicht veröffentlicht sehen möchte.
Es gibt Bücher, die sind so gut, dass es sich lohnt, sie mehr als einmal zu lesen. Big Bang von Simon Singh gehört für mich dazu. Ich hatte dieses Buch bereits 2006 das erste mal absolviert und hier beschrieben.
Vor ein paar Wochen sind mir ein paar Stellen aus dem Buch wieder eingefallen, als ich meine Vorlesung an der FHM Bielefeld zu Web 2.0 und Enterprise 2.0 vorbereitet hatte. Das hatte ich dann zum Anlass genommen, mir das Buch noch mal vorzunehmen. Obwohl ich eingentlich nur 2 Stellen nachschlagen wollte, habe ich es dann wieder komplett gelesen.
Er beschreibt die Geschichte der Kosmologie unglaublich packend und absolut laienverständlich, ohne dabei zu oberflächlich zu werden. Beim zweiten Lesen fallen einem ja immer Dinge auf, die einem beim ersten Mal durchgerutscht sind. Das Beste fand ich dieses Mal, wie er den Kampf der alten Theorien gegen die neuen dargestellt hat. Aus heutiger Sicht ist jedem klar, dass nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums steht. Aber im 15 Jharhundert war dies alles andere als leicht zu erkennen.
Als die ersten Wissenschaftler anfingen, dass geozentrische Modell in Frage zu stellen, hatten sie eine Menge Widerstände zu überwinden und das waren nicht nur kirchliche. Das heliozentrische Modell konnte eine Menge Beobachtungen einfacher erklären, als das geozenrische. Aber es hatte auch echte Schwächen. So konnte es zum Beispiel anfänglich nicht die Schwerkraft erklären, oder die Bahn des Mars. Erst als Kepler drauf kam, dass die Planeten keine kreisförmigen Bahnen zogen, sondern elipsoide, konnte zumindest die Bahn einiger Planeten besser erklärt werden. Singh stellt immer wieder die alten und die neuen Modelle gegenüber und stellt die damaligen Stärken und Schwächen gegenüber. Das trägt sehr zum tiefen Verständnis der außerordentlichen Leistungen der Wissenschaftler dar. In sich überlappenden historische Zeitlinien erschließt dieses Buch die wesentliche Erkenntnisse, die zum immer besseren Verständnis des Universums beitragen. Man wird als Leser Zeuge, wie erst die Sonne ins Zentrum des Universums rückte, dann die Grenzen unserer Galaxie gesprengt werden, die Relativitätstehorie enstand, festgestellt wurde, dass sich unserer Universum ausdehnt und wie nach und nach das Modell des Urknalls ensteht. Es werden nicht nur die Wissenschaftler, die Streitstände, sonder auch immer die wesentlichen Ideen und Prämissen der jeweiligen Schritte dargestellt. Und das passiert spannend wie ein Krimi.
Das Buch war eine gute Vorbereitung für das nächste Buch zu dem gleichen, Thema das ich gerade lese: Hawkings neues Universum.
Ich bastel schon seit einigen Wochen zusammen mit Stefan Westermann an einer neuen Idee für meinen Internetauftritt. Ich nutze inzwischen mehr als 20 verschiedene Plattformen, wie XING, youtube, Flickr, Facebook usw. Dabei habe ich festgestellt, dass ein eigener statischer Webauftritt immer weniger Sinn macht. Die meisten Plattformen sind fantastisch in der Funktionaliät und haben mittlerweile erstklassige dynamische Widgets und API, die es möglich machen, eine Seite zu erstellen, die sich fast ausschließlich aus diesen Quellen speist.
Letztlich kam dann die Idee von Skittles, die für eine Produkteinführung keine eigene statische Seite mehr nutzt, sondern nur noch auf führende Plattformen verweist.
Diese Idee haben wir hier versucht, für meinen persönlichen Internetauftritt umzusetzen.
Wir sind noch nicht ganz fertig, aber die Zwischenergebnissse machen schon Spass. Wir haben beispielsweise mit http://friendfeed.com/ meine wesentliche Aktivitäten, die eine Gültigkeitsdauer eines normalen Blogeintrags haben, zusammengefasst und über ein Widget auf die Startseite gestellt. Infos mit noch kürzerer Gültigkeitsdauer werden über Twitter auf die Startseite eingespielt.
Ich schätze, wir brauchen noch ein paar Tage, bis wir hier fertig sind. Aber möglicherweise könnte das hier auch ein Ansatz für www.synaxon.de werden.
Wer ein Buch sucht, in dem in sehr komprimierter Form das aktuelle Wissen zum Thema Management behandelt wird, wird hier erstklassig bedient. Es verfolgt in mehrfacher Hinsicht einen anderen Ansatz als die meisten anderen Bücher zu diesem Thema. Es wurde thematisch anhand der heute für Manager erforderlichen Kernkometenzen aufgebaut. Das sind erfreulicherweise erstmal nur 4 (Ausrichtungs,- Gestaltungs-, Interaktions- und Systemkompetenz).
Der Leser bekommt in dieser Gliederung eine gute komprimierte Zusammenfassung des aktuellen Standes der Wirtschaftswissenschaft. Die Instumente, die innerhalb der Kernkompetenzen beschrieben werden, sind nur kurz angerissen und dienen deswegen als gute Orientierung für weitere Vertiefung. Wenn es auch nur 4 Kernkomtenzen sind, befinden sich innerhalb dieser Aufteilung locker über 100 verschiedene Werkzeuge.
Meiner Meinung nach gehört dieses Buch in den Bücherschrank jeder Führungskraft, die sich immer mal wieder mit den theoretischen Grundlagen ihrer Arbeit befassen möchte. Wenn man z.B. mal wieder sich mit der Frage zur optimalen Struktur eines Unternehmens (funktionale oder divisionale Gliederung, zentrale oder dezentrale Struktur) befassen muss, gibts hier eine sehr gelungene systematische Hilfestellung. Das gilt für alle in der täglichen Arbeit auftauchenden Aufgaben von Führungskräften. Deswegen ist es auch ziemlich gut für die Ausbildung von Führungsnachwuchs geeignet. Wir werden dieses Buch in unserem Unternehmen für diesen Zweck einsetzen.
Die Autorin Prof. Dr. Antje Helpup war langjährige Aufsichtsrätin der SYNAXON AG.
Ich habe diese Buch lange Zeit aufgrund des Titels falsch eingeschätzt. Na toll, wieder einer der Herren, die vor den Gefahren des Internets warnen und raten, lieber nichts von sich preiszugeben, habe ich gedacht. Ratgeber für Menschen von gestern, wer braucht so was?
Gut, dass es Untertitel gibt. Dieser führt hier nämlich in die richtige Richtung: Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor es andere tun.
Ich befasse mich selber seit 2 Jahren intensiv mit dem gleichen Thema und war gespannt, was Eck hier zu bieten hat.
Beim Lesen kam dann die Überraschung, dass er zu 99% zu den gleichen Schlussfolgerungen gekommen ist, wie ich.
Autoren, wie Eck stellen heute noch eine kleine Minderheitsmeinung dar. Ich bin mir aber sicher, dass seine Empfehlungen schon in wenigen Jahren zum Standardrepertoire der Lehre gehören werden.
Man kann es kaum fassen, aber die wenigsten Unternehmen und Führungskräfte haben die Bedeutung der Online-Repututation erkannt. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie nichts tun, um sie positiv zu beeinflussen. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass die meisten immer noch der Meinung sind, dass es funktionieren kann, nichts über sich selber preiszugeben und dass die öffentliche Zurschaustellung im Internet persönlicher Informationen gefährlich oder eitler Popanz ist.
Eck beschreibt ausführlich die Beduetung und die Mechanismen der Online-Reputation. Das Erfreulichste an dem Buch ist meiner Meinung, dass er eine absolut praxistaugliche Beschreibung der Möglichkeiten und Werkzeuge liefert, mit der man sofort loslegen kann, an seiner Reputation zu arbeiten.
Ich habe beim Lesen nur einen kleinen Fehler entdeckt: Das was er über die Freigabemechanismen bei Wikipedia schreibt, stimmt einfach nicht so allgemein, wie er es darstellt. Man kann immer noch bei den meisten Artikeln editieren und die Änderungen erscheinen ohne weitere Freigabe im Internet. Das tatsächliche System ist nicht so einfach zu beschreiben und deutlich abgestufter.
Ich nehme dieses Buch jedenfalls in meine Liste der Grundlagen zu Enterprise 2.0 auf und werde es jedem Kollegen von mir dringend empfehlen.
Ich immer noch Neuling im Genre der Belletristik und orientiere mich bei meinen Käufen häufig einfach an den Bestsellerlisten, was ich bei Sachbüchern nur noch sehr selten mache. Dieses Buch ist seit Wochen in den Top Ten und ich bin ein paar mal dran vorbeimarschiert, bevor ich mir es dann mal genauer angesehen habe.
Zafòn ist bereits ein großer Star unter den Schrifststellern und dies ist er meiner Meinung nach völlig zu Recht. Mit “Spiel des Engels” ist ihm ein ganz großer Wurf gelungen. Sprachlich spielt er in der ersten Liga und die Geschichte ist dicht und unglaublich komplex konstruiert.
Es geht um einen Schundromanschriftsteller in Barcelona, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einen sehr ungewöhnlichen Auftrag von einem mysteriösen Verleger bekommt: Er soll eine Art Bibel für eine neu zu erschaffende Religion schreiben.
Mich erinnert die Schreibe sehr an Edgar Allan Poe. Es ist unheimlich und düster und auf eine sehr zurückhaltende und feinsinnige Art werden übernatürliche Geschehnisse eingewoben, von denen man nicht weiß, ob man sie nicht dem kranken Geist der Hauptfigur zuschreiben soll.
One Band- One Sound: Einer meiner Lieblingsfilme und damit ein weiterer Tipp zum Wochende ist der Film Drumline. Devon gespielt von Nick Cannon, ist ein New Yorker Junge der ein Stipendium an der Atlanta A&T University erhält. Als talentierter Drummer schafft er letztendlich die Aufnahmeprüfung und freundet sich nicht nur mit seinen Bandkollegen an. Immer wieder gibt es Machtkämpfe wer am besten trommeln kann. Wer musikalisch interessiert und am besten noch ein Drummer ist, wird den Film lieben. Ein Touch von amerikanischen überhang für Entertainment und ein Hauch von teenhaften Spirit macht den Film absolut sehenswert.
Jedes mal wenn ich bei amazon vorbei schaue erschreckt es mich wie viele Bücher doch in kurzer Zeit erschienen sind zum Thema Webdesign und co. Besonders ist mir aber das CSS Buch von Ingo Chao und Corina Rudel hängen geblieben. Um es vorweg zunehmen, es ist ein gutes Nachschlagewerk, allerdings finde ich den Aufbau, die Gestaltung und einige Ausflüge gerade zum Thema Debugging recht unglücklich beschrieben. Wer aber schnell mal etwas über die aktuelle Entwicklung nachlesen möchte wird mit diesen Buch zufrieden sein. Von mir gibt es trotzdem nur zwei Sterne, da ich den Preis von 39,90 Euro als maßlos übertrieben empfinde.
Mit freundlicher Gehnehmigung der lese-raum Macher darf ich hier nun auch meine Schätzchen aus meiner ca. 4000 großen DVD Sammlung präsentieren. Zum Anfang möchte ich mich auf DVD-Tipps zum Wochende konzentrieren wie denn auch gleich mal diese Kategorie heisst. Als Fan von Programm Kino Komödien möchte ich jeden den Film You Stupid Man mit Milla Jovovich empfehlen. Der Film spielt im winterlichen New York und erzählt die Geschichte von Own (David Krumholtz) der von seiner geliebten Denise Richards verlassen wird. Freunde von Own arrangieren darauf hin ein Blind Date mit Nadine die von Mila Jovovich gespielt wird. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die beiden dann immer mehr zusammen. Ein Film voll aus dem Leben mit einer toll spielenden Mila Jovovich und in sehr schönen Bildern erzählt. Genau das richtige für eine netten DVD Abend.
Als Meister der alten Schule der es gelernt hat seine Homepage noch mit Tabellen aufzubauen der sich aber den Trend der modernen Webgestaltung nicht verschließen möchte mußte also ein Fachbuch her, welches die ganzen div tags und float right CSS Elemente erklärt. Was habe ich Geld für diese modernen, schicken Bücher ausgegeben (später mehr dazu) die angeblich alle das ultimative Nachschlagewerk sind. Nicht ein Buch (meistens über 300 Seiten stark) konnte mir nachvollziehbar erklären was Peter Müller mit seinen Buch little boxes schon mit der Inhaltsangabe vermittelte. Wer sich mit dem Thema Webdesign, barriefrei und Standardkonform auseinandersetzt der sollte sich sein Buch holen. Neben den logischen Aufbau von CSS Homepages werden die Grundelemente aber auch die verschiedenen Themen behandelt wie man Fehler zwischen den einzelnen Browsern vermeiden kann. Toll auch der Service das man sich auf der Homepage die beschriebenen Lektionen download kann. Für mich eins der besten Nachschlagewerke der letzten Jahre.
Ich habe noch ein leicht gespanntes Verhältnis zu seinen Werken. Einerseits war “Die Vermessung der Welt” nicht zu unrecht so lange in den Bestsellerlisten, aber anderseits dachte ich beim lesen, dass er doch noch ein kleines Stück von der Brillanz Tellkamps oder Erpenbecks weg ist. Manches liest sich ein bisschen zu affektiert und zu gewollt auf genial getrimmt.
Trotzdem gehört er für mich zu den besten lebenden deutschen Schrifstellern. Darum war ein ausdrückliche persönliche Empfehlung nur ein weiterer Anstoß, auch dieses Buch zu lesen. Der Anfang war dann wieder so wie oben beschrieben: zu gewollt auf genial gemacht, aber leicht daneben geschossen. Irgendwie springt der Funke bei mir nicht über. Er schreibt 9 kurze Geschichten, die miteinander teilweise lose, teilweise eng verwoben sind. Ab Geschichte 3 steigt seine Form gewaltig an. Hier lässt er erahnen, was man von ihm noch alles in späteren Jahren erwarten kann.
Z.B. die Geschichten über eine krebskranke pensionierte Lehrerin, die zu einem Sterbehilfeverein nach Zürich reist oder einen Schauspieler, der sich selber imitiert und sich dabei verliert, sind grandios und verstörend. Es geht ab da auf hohem Niveau weiter.
Bis er einen bösen Lapsus abliefert: Er beschreibt einen mittdreißiger Blogger und Forenschreiber. Hier wird sehr deutlich, dass er über etwas schreibt, von dem er keine eigenen echten Erfahrungen gemacht hat. Der Sprachstil hier ist ungefähr so gut getroffen, als wenn ein 60 jähriger Pastor versucht, einen auf HipHopper zu machen. Das ist richtig peinlich! So wie er das in dieser Geschichte darstellt, schreibt kein echter Blogger, nicht mal die ganz schlechten und peinlichen. Auch in den übelsten Auswüchsen bei German-Bash gibt es so was nicht. Nicht nur der Sprachstil ist hier völlig daneben. Diese Geschichte ist voller fachlicher Fehler. Er bringt Foren und Blogs durcheinander, benutzt den Begriff Nerd falsch, bringt technische Begriffe in falsche Bedeutungszusammenhänge usw.
Das Blöde ist: Auch dieses Buch steht wieder in den Bestsellerlisten. Das lesen Hunderdtausende von deutschen internetaversen Bildungsbürgern, die Blog sowieso für einen Schreibfehler halten und nun glauben, dass es immer richtig war, sich nicht mit diesen irren Internetjunkies zu befassen. Das wäre allein nicht weiter schlimm, aber ich fürchte, sie werden dann noch massiver ihre Kinder dabei behindern, sich zu normalen Menschen mit sinnvoller Internetnutzung zu entwickeln.
Das ist meiner Meinung nach das bislang schlechteste Buch von Heinz Strunk. “Fleisch ist mein Gemüse” war richtig gut und “Die Zunge Europas” war brillant. Ich weiß nicht, was ihn hier geritten hat, dass er unbedingt noch mit auf die Ekelwelle von Charlotte Roches “Feuchtgebiete” aufsetzen musste. Das Buch ist nicht wirklich witzig, es bleibt auch sprachlich erheblich hinter “Die Zunge Europas” zurück. Es holt zwar in der zweiten Hälfte noch ein bisschen auf, letztlich bleibt es aber ein ziemlich ekliges Desaster.
Es geht um einen Teenager, der in den 70ern eine kirchliche Jugendfreizeit in Scharbeutz mitmacht und dabei hormonelle Verwirrungen erlebt. Diese Art von Geschichte ist einfach zu oft und vor allem zu oft besser erzählt worden. Hinzu kommt noch eine kleine historische Schlamperei. In den 70ern wurden Indianernamen in Deutschland noch nicht nach dem Muster “Der mit dem Wolf tanzt” gebildet.
Dieses Buch wurde mir von Michel Aloui empfohlen, um mich thematisch näher an sein Genisis Institut zu bringen und mich dort für eine Mitarbeit zu gewinnen. Genisis ist eine gemeinnützige GmbH, die sich mit Social Business vor allem nach den Prinzipien des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus beschäftigt. Das könnte in der Tat eine Alternative für meine beiden kleinen karitativen Projekte sein. Die brandstiftung verfolgt sehr ähnliche Ansätze und diese unterstütze ich schon seit Jahren.
“Welt mit Zukunft” ist ein sehr erfreulicher Gegenentwurf zu dem Werk “Endgame” des Ökofundamentalisten und Terroranstifters Jensens.
Auch Radermacher gibt sich keiner Illusion hin: Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse. Eigentlich bräuchte man schon heute 1,2 Erden um unseren Lebensstil mit den damit verbrauchten Resourcen abzudecken. Wir leben von der Substanz unseres Planeten und dies kann nur ein endliches Spiel sein. Das Ganze wird sich immer weiter verschlimmern, weil die Menschheit einerseits weiter wächst und andererseit der Verbrauch pro Kopf weiter ansteigt. Auch wenn der Club of Rome sich in seinem ersten Entwurf bei den Grenzen des Wachstums zeitlich zu früh einsortiert hat, heißt dies nicht, dass die hinter diesem Konstrukt stehende Logik falsch ist.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Ganze in einem brutalen Kollaps mit schlimmen Anpassungsprozessen endet ist sehr groß. Aber noch kann die Menschheit wahrscheinlich durch entschlossenes kollektives Handeln andere sehr viel erfreulichere Szenarien Realität werden lassen. Radermacher und Beyers belassen es nicht dabei, die Risiken in den finstersten Farben darzustellen, sondern sie bieten eine ganze Reihe schlüssig klingender und auch durchaus realistisch umsetzbarer Vorschläge an, die einen Ausweg darstellen könnten.
Einer davon könnte eine Art globaler Marshallplan sein, der Kofinanzierung gegen die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards vorsieht. Dies ist gerade durch die EU ein nachgewiesen erfolgreiches Modell.
Es ist erfreulich, dass immer mehr auch sehr einflussreiche Menschen nicht nur die Notwendigkeit zum Handeln sehen, sondern offen für solche Ideen sind. Vielleicht gibt es ja doch ein glückliches Ende.
Seit mehr als 300 Jahren arbeitet die Wissenschaft hart daran, die Menschheit von seinem selbstgebauten Sockel zu stoßen. Alst erstes musste verkraftet werden, dass die Erde nicht im Zentrum des Universums steht, kurz danach war es nicht einmal mehr die Sonne. Dann kam Darwin und machte klar, dass der Mensch auch nur ein Ergebnis der Evolution ist (wenn auch ein ziemlich erfolgreiches). Dawkins machte uns zu bloßen Vehikeln egoistischer Gene, ließ uns aber wenigstens noch den Glauben, dass unser Leben eine zumindest teilweise vom freien menschlichen Willen selbstbestimmte Angelegenheit ist. Schon Dawkins Vorstellung davon, wie stark uns unsere Gene an die Leine genommen haben und dass wir letztlich nur das Ergebnis eines ziemlich stumpfen Algorithmus ohne Sinn und Ziel sein sollen, ist schwer zu verkraften. Er hatte in seinem Buch “Das egoistische Gen” allerdings schon den nächsten Schlag in das Kontor der menschlichen Eitelkeit vorbereitet: Die Meme.
Den Elfmeter, den er nachfolgenden Wissenschaftlern hingelegte, verwandelt nun Susan Blackmore in dem Buch “Die Macht der Meme” und beendet damit erst einmal vorläufig die jahrhundertelange Demontage unseres Selbstbildes.
Das Prinzip der biologischen Evolution ist verallgemeinerungsfähig. Es besteht im Wesentlichen aus 3 Elementen: Replikation, Variation, Selektion. Gene sind erstaunlich leistungsfähige aber nicht die einzig denkbaren Replikatoren. Wenn ein Replikator erst einmal in der Welt ist und die Merkmale einer gewissen Langlebigkeit mit hoher Wiedergabetreue beim Kopiervorgang vereint, beginnt die Evolution.
Das menschliche Hirn ist hat ein besonderes Talent, nämlich das zur Imitation, kombiniert mit einem relativ guten Gedächtnis. Damit kann es der Wirt für einen weiteren Replikator sein: dem Mem.
Meme sind ersteinmal Informationseinheiten. Allerdings teilen sie ein paar Eigenschaften mit den Genen. Sie replizieren. Durch unser Gedächtnis haben wir ihnen die Umgebung für das zweite Evolutionserfordernis, die Langlebigkeit, durch unsere Imitatationsfähikgkeit geben wir ihnen das dritte erforderliche Element, die Widergabetreue. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben wir die Wiedergabetreue und Langlebigkeit durch Schrift und heute durch die Digitalisierung erheblich erhöht. Es kam zu einer erheblichen Wechselwirkung der beiden Replikatoren Gene und Meme. Meme haben auch die genetische Evolution beim Menschen mit beeinflusst. Blackmore nennt das eine Koevolution der beiden Replikatoren.
Sie erklärt damit ein paar menschliche Eigenschaften deutlich schlüssiger und widerspruchsfreier als frühere Erklärungsansätze. Z.B. warum wir nicht aufhören können zu denken, warum wir so viel reden, warum so viele Menschen religiös sind. Meme nutzen uns als Wirt um ihren Kampf untereinander durch uns zu führen.
Die wirklich beunruhigende Schlussfolgerung von ihr daraus: Der freie Wille ist eine Illusion.
Diese Behauptung ist nicht wirklich neu und sensationell. Das Neue ist die Herleitung. Und diese wirkt auf den ersten Blick so schlüssig und leider auch zwingend, dass einem als Leser erst mal nichts einfällt, warum es auch anders sein könnte.
In meinem Innern bin ich überzeugt, dass zwar ihr Modell der Koevolution richtig ist, aber ihre Schlussforgerung in Bezug auf die fehlende Möglichkeit der Willensfreiheit falsch. Wir sind in unserem Verhalten sehr stark durch Gene, Meme und Reize aus der Umwelt determiniert. Aber es bleibt meiner Meinung nach immer noch ein kleiner aber entscheidender Raum für einen freien Willen. Ich hoffe, es findet sich bald jemand, der das wissenschaftlich belegen kann.
Dieses Buch legt den Fokus darauf wie Unternehmen Social Marketing wie Blogs, Podcasts und andere Viral Marketing Methoden anwenden um den Bekanntheitsgrad zu steigern oder den Traffic auf die eigene Homepage erhöhen können. Es werden zumeist die Basics vorgestellt und richtet sich eher an Menschen die sich neu damit beschäftigen oder Social Marketing in ihren Marketing Mix einbinden möchten.
Auf dieser Seite fasse ich meine Aktivitäten auf den unterschiedlichen Internetplattformen zusammen. Diese sind einerseits chronologisch als auch thematisch noch mal neu gegliedert. Es handelt sich überwiegend um Aggregationen, d.h. die hier aufgeführten Inhalten haben ihre Quellen auf den Plattformen, die ich für die Erstellung genutzt habe.
Die von mir selbst erstellten Inhalte stehen unter
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Bereite gerade meinen Vortrag für heute abend vor. Es kommen 65 Mitglieder des Marketing Clubs BI, um sich über unsere Wikis zu informieren. 18 Stunden her
Habe von Precht "Die Kosmonauten" gelesen. Meine Eindrücke von dem Buch: http://bit.ly/ch1gAZ Fange jetzt als nächstes den neuen Dueck an. 07.02.2010